Sondervermögen zur Unterstützung
Krankenhausreform: Land stärkt Gesundheitsversorgung in Hessen
Archivbild: HMFG/Jonas Grom
12.11.2025 / REGION - In der vergangenen Woche hat die Hessische Landesregierung in einer Pressekonferenz bekanntgegeben, wie die Mittel aus dem Sondervermögen "Infrastruktur" verteilt werden. Insgesamt 950 Millionen Euro fließen in die Transformation der Krankenhäuser – ein zentraler Schritt für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Hessen.
Die Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG) lobt ausdrücklich das Engagement des Landes und hebt dabei insbesondere das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) unter der Leitung von Staatsministerin Diana Stolz hervor. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setze die Landesregierung mit dieser Entscheidung ein starkes Signal für die nachhaltige Stabilität und Weiterentwicklung der hessischen Krankenhauslandschaft.
Prof. Dr. Höftberger, Präsident der HKG, erklärt: "Gerade in einer Zeit, in der finanzielle Mittel überall knapp sind, ist es keine Selbstverständlichkeit, dass die hessischen Krankenhäuser in dieser Weise unterstützt werden. Die 950 Millionen Euro sind ein starkes Signal des Gestaltungswillens des Landes und ein wichtiger Beitrag, um die Krankenhausreform in Hessen voranzubringen und damit die Versorgung im Land zu sichern. Dafür danken wir der Hessischen Landesregierung und insbesondere Frau Staatsministerin Diana Stolz." Es bleiben dennoch Wermutstropfen: Die Bereitstellung der 950 Millionen Euro über die kommenden 10 Jahre löst die finanziellen Herausforderungen der Reform nicht vollständig. Trotz der zugesagten Landesmittel bleibt für die Krankenhäuser ein erheblicher Eigenanteil im Gesamtumfang von mehr als 500 Millionen Euro bestehen. Für den vollständigen Abruf der zur Verfügung stehenden Gelder von Bund und Land stellt dies eine zusätzliche Belastung in ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Zeiten dar.
Während dort die schwersten Fälle behandelt wurden, haben die anderen Krankenhäuser einen großen Teil der stationären und intensivmedizinischen Versorgung übernommen." "Das Land hat mit der Widmung der 950 Millionen Euro für den Transformationsfonds einen wichtigen Schritt für die Versorgungssicherung durch die hessischen Krankenhäuser gemacht. Jetzt gilt es, diesen Weg gemeinsam fortzusetzen, damit die Krankenhausreform in Hessen für alle Kliniken fair, solidarisch und zukunftsfest werden kann", so Prof. Dr. Höftberger abschließend.
Über die HKG: Die Hessische Krankenhausgesellschaft e.V. (HKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Hessen. Sie ist Interessenvertretung der Krankenhäuser in der gesundheitspolitischen Diskussion, nimmt gesetzlich übertragene Aufgaben im Gesundheitswesen wahr und unterstützt ihre Mitglieder durch individuelle Beratung. Des Weiteren nimmt sie die durch Satzung oder Vertrag übernommenen Aufgaben wahr. Die Hessische Krankenhausgesellschaft unterstützt ihre Mitglieder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und pflegt und fördert den Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander. (pm/ems) +++
Archivbild: O|N
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