Eröffnung war Punktlandung!

Beliebt und belebt: das Innenstadthotel PLATZHIRSCH feiert 10. Geburtstag

Heute auf den Tag genau existiert das Innenstadthotel Platzhrisch seit zehn Jahren.
Fotos: O|N Archiv

30.09.2025 / FULDA - Mit dieser 15-Mio.-Euro-Investition haben die Unternehmerfamilien Burg & Geisendörfer nicht nur wirtschaftliches Neuland betreten, sondern auch aktiv Stadtentwicklung betrieben. Aus dem alten Telekom-Gebäude in der Fuldaer Innenstadt ist ein stark frequentierter Ort für Kommunikation und Begegnung entstanden. Heute, auf den Tag genau, existiert das Innenstadthotel Platzhirsch seit zehn Jahren. Und die Entwicklung des 4-Sterne-Hauses mit 105 Zimmern ist prächtig.



"Im Nachgang betrachtet, waren alle Entscheidungen richtig", sind sich die Gesellschafter Martin Geisendörfer (67), Florian Burg (43) und Nils Burg (19) sowie Hoteldirektor Dirk Schütrumpf (57) einig. OSTHESSEN|NEWS hat sich mit der Platzhirsch-Chefetage kurz vor dem 10. Geburtstag getroffen, um auf die Anfänge und die Entwicklung, aber auch den ersten Tag am 30. September 2015 zurückzublicken.

Es gab damals viele Ideen für das denkmalgeschützte Telekom-Gebäude: Kaufhaus, Büros, Appartements - und schließlich das Hotel. Als die Nutzung immer klarer wurde, lief die Maschinerie an. "Wir brauchten einen Fachmann, denn als Projektentwickler hatten wir vom Betrieb eines Hotels wenig Ahnung. Mit Dirk Schütrumpf, der vom Kolpinghaus kam, war der Experte gefunden." Ideengeber waren Klaus Burg (78), sein im Jahr 2024 verstorbener Sohn Christopher (†49) und Martin Geisendörfer. Ihr gemeinsames Ziel: ein Garni-Hotel, also Übernachtung mit Frühstück. Doch schnell änderten sich die Pläne: Die Küche wurde größer, ein Restaurant mit à-la-carte-Geschäft und regionalen Köstlichkeiten kam dazu, die Tagungsräume wurden erweitert und auch die Bar wurde mit Veranstaltungen stärker belebt. Heute ist der Platzhirsch gegenüber der Stadtpfarrkirche nicht mehr aus der Innenstadt wegzudenken.

Dankbar für die Entwicklung und den Musicalsommer!

Im Gespräch mit O|N loben die Chefs vor allem das Team, das mittlerweile aus 60 Mitarbeitern besteht. "Die zehnköpfige Kern-Mannschaft ist seit der ersten Stunde dabei", berichtet Schütrumpf und betont: "Wir sind attraktiv für Businessgäste, die hier vor Ort tagen, aber auch für klassische Touristen, die in unserer schönen Domstadt Urlaub machen wollen." Mit dem angeschlossenen Tagungszentrum ITZ am Alten Schlachthof, das ebenfalls durch die Platzhirsch-Betreibergesellschaft organisiert wird, seien zusätzliche Kapazitäten geschaffen worden. "Wir sind dankbar für die Entwicklung", ergänzt Geisendörfer und nennt auch die Stadt Fulda mit Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: "Sein Amt für Tourismus belebt mit dem Musicalsommer die Stadt extrem, und davon leben alle Hotels und auch die Gastronomie." Für Florian Burg ist die Verbindung zu den "regionalen Partnern" - von den Lebensmittel-Lieferanten, über die Handwerker bis zur Wäscherei - ein Teil des Erfolgs.

An den ersten Tag erinnern sich noch alle ganz genau. "Das war eine Punktlandung: Wir hatten die ersten Gäste im Haus, aber die Matratzen für die Hotelbetten waren noch nicht da. Sie kamen abends, und alle haben mitgeholfen, die Großlieferung ins Haus zu tragen. Da kriege ich heute noch Gänsehaut", sagt Martin Geisendörfer.

"Unsere Auslastung ist über die Jahre stark angestiegen", berichtet der Hoteldirektor und spricht von 30.000 Übernachtungen pro Jahr. "Auch in Zukunft setzen wir auf Qualität. Der Platzhirsch soll seinem Namen gerecht werden", sind sich die Hotel-Chefs einig. Zuwachs gab es mit dem Rhönkitz-Hotel in Bad Kissingen auch. "Der Platzhirsch hat Junge gekriegt", scherzt Geisendörfer. Und Burg ergänzt: "Mit dem Waldschlösschen geht ab Mitte 2026 das nächste Prestige-Objekt an den Start: ein kleines, feines Hotel mit langer Tradition und eine Gastronomie mit Augustiner Spezialausschank." Es bleibt also spannend, aber jetzt wird erstmal der 10. Platzhirsch-Geburtstag gefeiert. (Christian P. Stadtfeld) +++

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