Neuordnung des Verkehrsflusses
Planungen für Mittelstück des Langer-Areals konkretisiert
Fotos: Stadt Schlüchtern
16.08.2025 / SCHLÜCHTERN -
Nachdem sich das Langer-Areal von den beiden Randseiten schon kräftig mit dem Kultur- und Begegnungszentrum sowie dem gerade entstehenden Büro- und Verwaltungsgebäude an der Obertorstraße entwickelt hat, konkretisiert sich nun auch die Planung für das so genannte "Mittelstück".
Für den mittleren Bauabschnitt ist aktuell eine Auffüllung des Areals genehmigt worden. Dort sollen zwei identische Gebäudekörper entstehen. Der eine wird von der Stadt gebaut, der andere von der Fuldaer Werner-Gruppe, die auch schon das Projekt an der Obertorstraße betreut. Das Besondere daran: Hier entstehen auch größere Parkflächen. In Erdgeschosslage sollen rund 100 Plätze angelegt werden. Dabei handelt es sich aber weder um eine Tiefgarage noch um ein mehrgeschossiges Parkhaus, sondern um eine "Zwitterlösung", erläutert Bürgermeister Matthias Möller (parteilos): "Wir bauen hier eine so genannte Parkkassette."
Von außen soll der Anblick auf die Parkkassette harmonisch gestaltet werden. Direkt dahinter wird der sogenannte "Pocket-Park" angelegt, quasi ein kleines, kompaktes Naherholungsgebiet inmitten des geschäftigen Treibens der Stadt. Start für diesen Mittelteil auf dem "Langer-Areal" soll im kommenden Jahr sein.
Im Ergebnis ist vorgesehen, dass sich auch in der Verkehrsführung im Innenstadtbereich einiges ändern wird. Bei dem anliegenden Teilstück der Bahnhofstraße soll die Einbahnstraße umgedreht werden, ebenso bei der Poststraße. Für die Bahnhofstraße ist ferner eine Aufpflasterung angedacht, um für ein gemütlicheres Ambiente zu sorgen. Auch die Obertorstraße soll im oberen Bereich künftig nur noch als Einbahnstraße stadtauswärts Richtung Distelrasen zur Verfügung stehen.
Diesen Überlegungen vorangegangen waren ausführliche Gespräche mit einem Fachbüro für Verkehrsplanung. "Der gesamte Bereich soll mehr miteinander verwachsen", wünscht sich das Stadtoberhaupt - und viel grüner werden. Um die Maßnahmen finanzieren zu können, wird der Bereich in ein Städtebauförderprogramm aufgenommen, um auf diese Weise finanzielle Zuschüsse zu erhalten. Die bauliche Umsetzung soll allerdings nicht ohne eine Befragung der Bürger vorab erfolgen. Deswegen kündigt Möller eine konkrete Visualisierung der Umgestaltungen sowie eine Bürgerbeteiligung für den Herbst dieses Jahres an. (mp/pm) +++
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