Bauzeit: Rund fünf Jahre

Drei Bauwerke für rund 80 Millionen Euro: Bund saniert A7-Brücken im Fuldatal

Die Autobahn A7 an der Anschlussstelle Niederaula mit der Autobahnbrücke über die Bundesstraße B62
Foto: Hans-Hubertus Braune

27.07.2024 / NIEDERAULA - Gleich drei Brücken werden in einem aufwendigen Bauprojekt auf der Autobahn A7 Fulda-Kassel über dem Fuldatal bei Niederaula (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) erneuert. Der Bund investiert dafür rund 80 Millionen Euro.



Die Brücke über der Kreisstraße 24 bei Solms (73 Meter), über der Fulda (130 Meter) sowie über der B62 und der Bahnstrecke bei Niederjossa (Länge 76 Meter) werden zurückgebaut und neu errichtet. Die Bauwerke aus dem Jahr 1967 sind den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen, so die zuständige Autobahn GmbH in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Beide Richtungsfahrbahnen der A7 werden im Zuge der Maßnahmen auf einer Länge von 1,68 Kilometern je Fahrtrichtung (inklusive der drei Brücken) grundhaft instandgesetzt. Auch werden die Entwässerungseinrichtungen, die Fahrzeugrückhaltesysteme und die Markierung erneuert.

Keine Planfeststellungspflicht

Bei der Gesamtmaßnahme handelt sich um ein Projekt, dass gemäß der Änderung des Bundesfernstraßengesetzes (FStrG) durch das "Gesetz zur weiteren Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich" vom 03.03.2020 nicht der Planfeststellungspflicht unterliegt. Die Planungen wurden durch Hessen Mobil durchgeführt. Seit 1.1.2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes zuständig. Die Durchführung ist vom III. Quartal 2024 bis zum IV. Quartal 2029 geplant.

Der gesamte Verkehr auf der A7 wird im III. Quartal 2024 in einer sogenannten 4+0-Verkehrsführung zunächst auf die östlichen Teilbauwerke (Richtungsfahrbahn Kassel) gelegt. Das bedeutet, dass in jede Fahrtrichtung zwei Fahrtstreifen erhalten bleiben und alle vier Fahrstreifen auf der Richtungsfahrbahn Kassel geführt werden. An der Anschlussstelle Niederaula bleiben immer alle Fahrbeziehungen aufrechterhalten. Mit dem Rückbau der westlichen Teilbauwerke der Brücken (Richtungsfahrbahn Fulda) wird im III. Quartal 2024 begonnen.

Kontrollierte Sprengung der Brücke über die Fulda

Nach jetzigem Planungsstand erfolgt der Rückbau in der Reihenfolge Brücke K24, Brücke Fulda und Brücke B62/Bahn. Die Brücke über der B62/Bahn sowie über der K24 werden konventionell mit Baggern abgebrochen. Die Brücke über die Fulda soll aufgrund ihrer Bauweise kontrolliert zum Einsturz gebracht werden. Auf den unterführenden Verkehrswegen kommt es aufgrund der Bautätigkeiten zeitweise zu Sperrungen (K24, Radweg R1, B62, Bahnstrecke, Wirtschaftsweg). Umleitungen sind dann jeweils ausgeschildert. Alle Sperrungen werden über Pressemitteilungen angekündigt.

Nachdem die neuen westlichen Teilbauwerke aller drei Brücken und die Streckenbauarbeiten fertiggestellt sind, wird der gesamte Verkehr auf die Richtungsfahrbahn Fulda gelegt. Danach erfolgen Abbruch und Neubau der östlichen Teilbauwerke sowie der Strecke in Fahrtrichtung Kassel. Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro. Kostenträger ist die Bundesrepublik Deutschland.

Über den genaueren Zeitplan und den Bauablauf sowie die naturschutzrechtlichen und lärmtechnischen Rahmenbedingungen informier die Autobahn GmbH am Montag, 19. August 2024 ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Niederjossa (Niederaula, Landkreis Hersfeld-Rotenburg). (hhb/pm) +++

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