Auftakt am Samstag gegen Villingen

SG Barockstadt will im dritten Regionalliga-Jahr den nächsten Schritt gehen

Die Mannschaft der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Es fehlen: Clint Essers, Mannschaftsarzt Dr. Ralph-Michael Hönscher und Physio Michael Franz.
Fotos: Hendrik Urbin

25.07.2024 / FULDA - Nachdem in den beiden vergangenen Jahren das Ziel der Barockstadt der Klassenerhalt war, will die SGB in ihrem dritten Regionalliga-Jahr nun den nächsten Schritt machen. Ein einstelliger Tabellenplatz ist das ausgegebene Ziel. Dafür müssen Punkte her - am besten schon am Samstag zum Saisonstart gegen Villingen. Das Duell ist der Startschuss zu einem unangenehmen Auftaktprogramm.


Drei Aufsteiger in den ersten vier Saisonwochen warten auf die SGB. Ein leichtes Auftaktprogramm wird der ein oder andere jetzt sagen. Bei den Verantwortlichen der Fölscheelf sieht man das aber anders. "Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass wir zu Beginn auf etablierte Mannschaften getroffen wären. Deren Spielweise ist bekannt. Aufsteiger sind zum Saisonstart immer sehr unangenehm", sagt SGB-Trainer Sedat Gören.

Villingen kein "klassischer" Aufsteiger

Was er meint: Als Liga-Neuling geht man mit der Euphorie des Aufstiegs im Rücken in die Saison. Was das ausmachen kann, wissen Gören und sein Team aus eigener Erfahrung. Vor zwei Jahren schlug man, damals selbst Aufsteiger, zum Saisonauftakt überraschend Favorit Steinbach-Haiger.

Zumal mit dem FC Villingen kein "klassischer" Aufsteiger in die Johannisau kommt, wie Gören glaubt. "Wenn man das Stadion und die Vergangenheit sieht, wird schon deutlich, dass sie eine gewisse Wucht mitbringen." Villingen spielte Ende der 60-Jahre noch in der damals zweitklassigen Regionalliga Süd, duellierte sich dort mit Mannschaften wie dem 1. FC Nürnberg oder 1860 München. Bis zu 6.000 Zuschauer kamen damals ins Friedengrundstadion.

Am Samstag erwartet Gören einen spielstarken Gegner, der mit Marcel Sörkler einen Spieler in seinen Reihen weiß, der ein Spiel auch mal alleine entscheiden kann.

Neuzugänge hinterlassen starken Eindruck

Dennoch sieht er seine Mannschaft gut gerüstet. Die Vorbereitung lief gut, zuletzt zeigte sich die SGB im letzten Test gegen die U21 des SC Paderborn in einer starken Frühform. Zudem sorgen die Neuzugänge für frischen Wind im Team. "Die Neuen haben wirklich alle einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich glaube, da haben wir wieder einen guten Griff gemacht." Er lobte aber auch den Rest seiner Mannschaft, die den Neuzugängen die Integration sehr leicht gemacht habe. "Dieser mannschaftliche Zusammenhalt war immer unsere Stärke und wird auch dieses Jahr eine Stärke von uns sein."

Nach dem Duell gegen Villingen gehen die Aufsteiger-Wochen bei der SGB munter weiter. Eine Woche später geht es dann zum FC Gießen mit den Ex-Barockstädtern Dominik Rummel und Tolga Duran und zum Abschluss zum Göppinger SV. Unterbrochen nur vom Heimspiel gegen Astoria Walldorf. Auf die Barockstadt kommen also interessante Wochen zu. (fh)+++

SGB-Trainer Sedat Gören.

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