SV Steinbach vor dem Abstiegskracher

"Wir haben die große Chance, eine verkorkste Saison doch noch zu retten"

Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Erlensee will der SV Steinbach einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen
Archivfotos: ON/Bernd Vogt

15.05.2024 / BURGHAUN - Wenn am Samstag der SV Steinbach im heimischen Mühlengrund auf den FC Erlensee trifft, geht es für beide Mannschaften um alles. Es ist vorentscheidendes Duell um den Abstieg und womöglich die letzte Chance, eine verkorkste Saison doch noch zu retten. Doch der Druck ist enorm. Es gilt: Verlieren verboten. 



Es ist eine extrem enge Situation im Tabellenkeller der Hessenliga. Drei Spieltage vor Schluss haben der SV Steinbach, der FC Erlensee und Viktoria Griesheim jeweils 26 Punkte auf dem Konto. Aus diesem Trio steigt eine Mannschaft direkt ab, eine muss in die Relegation und nur eine rettet sich direkt. 

Pleite in Hanau ein Spiegelbild der Saison

Zumindest aus Steinbacher Sicht könnte die Ausgangssituation vor dem direkten Duell am Samstag gegen Erlensee deutlich besser sein. Bei der 2:3-Niederlage am Wochenende in Hanau ließ man recht leichtfertig drei Punkte liegen. Die unnötige Niederlage ärgert die Steinbacher noch immer, vor allem da man zur Halbzeit noch 2:1 führte und beste Chancen auf das 3:1 hatte. "Aber wir haben sie vorne wieder einmal nicht gemacht und hinten dumme Gegentore kassiert", sagt Trainer Petr Paliatka. Und damit war das Spiel in Hanau ein Spiegelbild der bisherigen Saison. "Sowas ist uns nicht zum ersten Mal passiert, ich hoffe aber, dass es uns zum letzten Mal passiert ist."

Dass seine Mannschaft drei Spieltage vor Schluss aber immer noch knietief im Abstiegskampf steckt, liegt am wenigsten an der Pleite in Hanau. Vor allem mit ganz schwachen Leistungen im Herbst und Winter hat sich der SV Steinbach in diese Position gebracht. Das lag zum einen an vielen Verletzten, aber auch "an fehlender Einstellung", wie Paliatka knallhart feststellt.

Druck ist groß

Seit einigen Wochen spielt der SVS aber wieder deutlich besser und punktet auch regelmäßiger. Die Spieler müssen nun mit der Situation zurechtkommen, zu wissen, dass sie eigentlich gut genug für die Hessenliga sind, aber dennoch große Gefahr laufen, abzusteigen. Dementsprechend groß ist der Druck innerhalb der Mannschaft. "Man merkt den Jungs schon an, dass es um sehr viel geht. So ein Spiel macht was mit einem. Kein Sportler will absteigen, vor allem wenn man weiß, dass man eigentlich besser ist, als der aktuelle Tabellenplatz", sagt Paliatka und erinnert an den letzten Abstieg in der Saison 17/18. "Damals haben wir einfach die Qualität nicht gehabt, das ist heute anders."

Trotz allem sieht er das Duell gegen Erlensee als große Chance. Man habe die Möglichkeit, eine verkorkste Saison doch noch zu retten. Was ihn optimistisch stimmt, sind die Leistungen, die seine Mannschaft in den letzten Spielen auf den Platz gebracht hat. Auch gegen Hanau konnte man spielerisch überzeugen. "Wir sind gut drauf, wir spielen gut. Das müssen wir nun nur noch auf den Platz bringen." (fh)+++

Petr Paliatka (r.)



X