"Aus der Krise eine Chance machen"

Problemkind Schlossgarten: O|N kennt die wahren Hintergründe der Schließung

Der Fuldaer Schlossgarten bekommt Photovoltaikanlage mit circa 800 Kilowatt Peak Nennleistung.
Fotos: Privat

02.04.2024 / APRILSCHERZ - Endlich wieder entspannt durch den Schlossgarten spazieren, mit seinen Liebsten beim Eis essen am Wasser sitzen oder einfach mal bei Sonnenschein und gutem Wetter auf der Picknickdecke liegen und sich an der barocken Atmosphäre erfreuen. Der Schlossgarten in Fulda bietet das perfekte Ambiente und könnte kaum besser sein. Einziges Manko? Er ist aufgrund von Sanierungsarbeiten schon seit einigen Monaten geschlossen - eine Wiedereröffnung steht auch zu Frühlingsbeginn noch immer aus.



Doch jetzt ist es so weit: Das wohl bestgehütete Geheimnis, warum der Schlossgarten so lange geschlossen war und die Wiedereröffnung verzögert wurde, ist endlich raus. O|N kennt die Hintergründe!

"Wir müssen aus der Krise eine Chance machen", äußerte sich Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld  (CDU) in einem kurzen Statement zum Problemkind Schlossgarten. Geplant ist eine Photovoltaikanlage mit circa 800 Kilowatt Peak Nennleistung, die den Schlossgarten allumfassend verzieren soll. Bauherr ist die FW-Gruppe aus Künzell. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Projektierung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen, hat der Sanierung des Schlossgartens natürlich direkt zugestimmt und fing al gusto mit der Planung an. Auch Tobias Binder, Geschäftsführer des MIT-Kreisverbandes Fulda begrüßt das Projekt: "Hier handelt es sich um ein gelungenes Beispiel für eine Zusammenarbeit, bei der die Wertschöpfung in der Region verbleibt".

Kann der Ansatz Modellcharakter sein?

Weiter können wir verraten, dass durch die PV-Anlange nun eine Doppelnutzung der Flächen möglich ist. Die Rede sei von "Schlossgarten PV" - ein Pendant zum Agri PV, welcher auch landwirtschaftlich genutzt wird. Kann dieser neue Ansatz Modellcharakter für andere Schlossanlagen sein?

Trotz allem versprechen die Initiatoren des Projekts, dass die Versorgung des Stadtschlosses mit Strom problemlos möglich sei. Im Hauptbereich seien die Module nach Süden ausgerichtet, um so den optimalen Stromertrag zu generieren. Die Ausrichtung der Module auf der Terrasse an der Schlossseite sei zudem in Richtung Westen geplant, aufgrund der Verschattung und um Abendstunden besser abzudecken.

Ob die Photovoltaikanlage den Fuldaer Schlossgarten schöner macht? Das bleibt zu bedenken. Ob der Fuldaer Schlossgarten weiterhin viele Besucher anzieht? Wahrscheinlich nicht. Sind die PV-Anlagen ein Griff ins Klo? Wer weiß das schon. (js)+++

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