An der der Johannes-Kepler-Schule

Ein Schulsprecher berichtet: Das sind die Aufgaben einer Schülervertretung

Der aktuelle Schulsprecher Paul Nüchter vor der Johannes Kepler Schule Neuhof
Paul Nüchter, nicht sicher ob er das Bild gemacht hat

21.02.2024 / NEUHOF - Die SV der Johannes-Kepler-Schule in Neuhof (südlicher Kreis Fulda), auch Schülervertretung genannt, ist ein von Schülern gewähltes Gremium, welches die Interessen dieser Gruppe in der Schulgemeinde vertritt. Unser Praktikant David Weiß hat mit Schulsprecher Paul Nüchter gesprochen, was seine Aufgaben sein.


 
"Die Schülervertretung verwaltet und organisiert sich autonom und ist dabei den Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes unterworfen. Die meisten Ämter werden für ein Schuljahr vergeben", sagt Nüchter. Die SV gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert, um 1944/45 wurde eine Idee aufgegriffen, bei dem gefordert wurde, dass die Schülerschaft sich selbst verwalten soll, was aber erst später in der Bundesrepublik an allen deutschen Schulen geschaffen werden konnte. 

An der Johannes-Kepler-Schule Neuhof (JKS) sorgt die Schülervertretung für den Kuchenverkauf am Elternsprechtag, für die Schülerratssitzungen oder auch der jährlich von vielen Schulen aus dem Landkreis Fulda unterstützten Päckchenaktion der Malteser-Päckchenaktion. Aber auch für das Repräsentieren der SV und die Koordination des gesamten Tages am "Tag der offenen Tür”.

"Sprachrohr der Schüler"

Mit insgesamt 13 Mitgliedern aus der Schülerschaft und zwei Verbindungslehrern versucht die SV die Interessen der Schüler vor Lehrern zu vertreten, so hat der Schulsprecher Nüchter das Projekt "Schulpaten" ins Leben gerufen, bei dem ältere Schüler, jüngeren im Schulalltag helfen, damit sie es leichter haben.  Außerdem hat die SV an der JKS die Besonderheit, dass sie von Schülern regelmäßig über sogenannte "SV-Mappen" Rückmeldungen erhalten können, sofern die Klasse als Gemeinschaft es vorsieht. "Ich bin ein Sprachrohr der Schüler an die Lehrkräfte und helfe, so gut ich kann", sagt Nüchter.  

Während der Schulkonferenz, bei denen nur wichtige SV Mitglieder teilnehmen, berät Nüchter mit den Stufensprechern und den Verbindungslehrern, sowie mit den Schülern der Schulkonferenz, Kassierer und Protokollanten, Probleme und Anregungen, wie man den Schulalltag für Schüler und Lehrern angenehmer und abwechslungsreicher gestalten könnte. 

Nüchter sagt, er mache den Dienst als Schulsprecher "damit ich in der Schule etwas verändern kann”, da es für "normale" Schüler nicht so einfach wäre, mit der Schulleitung zu sprechen. Er sprach außerdem davon, dass er sich, obwohl vieles in den Schülerratssitzungen besprochen werde, immer wieder um Wünsche oder Vorschläge von Schülern kümmere.

Er selbst sagte von sich, er würde nicht von Lehrkräften bevor oder benachteiligt, allerdings wird die Arbeit als Schulsprecher in den Noten der Arbeits- und Sozialverhalten angerechnet. An der JKS gibt es die Besonderheit, dass SV-Ämter direkt von den Schülern gewählt werden. 

"Die SV-Treffen sind für die Schülervertreter, die wir wählen. Sie finden jeden Montag statt und es nehmen nur die Vertreter und Ämter teil, die von allen Schülern oder Stufen gewählt wurden. Die Schülerratssitzungen sind für alle Klassensprecher, um sie auf dem Laufenden zu halten und ihre Ansichten zu hören. Sie finden pro Halbjahr ein bis zweimal statt und meist sind auch die Stellvertreter dabei. Die Kreisschülerratssitzungen sind an einer anderen Schule in Fulda. Sie dienen dazu, die Klassensprecher zu informieren und ihre Sichtweise auf bestimmte Themen herauszufinden", sagt Paul Nüchter. (David Weiß)+++

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