Schönes Wetter und Anti-Ampel-Stimmung

Mehr als 150 Demonstranten auf dem Uniplatz - Fridays for Future streikt weiter

Die Ampel sei zu langsam, in Gefahr sehe man die eigene Zukunft. Deshalb ist man heute hier - auf der Straße
Fotos: Henrik Schmitt

24.09.2022 / FULDA - "Das kann doch nicht sein", empört sich am Freitagnachmittag eine Demonstrantin auf dem Uniplatz. Grund für den Unmut der Versammelten: Die Ampelregierung trödele beim Kohleausstieg, will laut Plänen sogar die Stilllegung aussetzen. Das passt den Klimaaktivisten so gar nicht.

"Wenn weiterhin so ohne Rücksicht auf das Klima gehandelt wird, dann sieht es schlecht für uns aus", äußert Frauke Goldbach gegenüber dem O|N-Reporter ihren Unmut. Seit nunmehr zwei Jahren engagiert sich die 16-Jährige bei Fridays for Future, auch für die heutige Demo ist sie mitverantwortlich. 

200 Menschen sind für die Demo angemeldet, auch in Ermangelung von Ordnern. "Beim letzten Mal waren wir rund 300 Personen beim Demozug, da hatten wir aber auch vorab mehr Wirbel gemacht", erklärt sie die Schätzung für den heutigen Tag. "Schon jetzt sind wir ja wieder über 150 Personen hier auf dem Uniplatz, mal schauen, wie viele es noch werden", zeigt sie sich zuversichtlich. "Viele kommen direkt aus der Schule und stoßen dann während der Demozüge zu uns", führt sie aus. Die offiziellen Zahlen zur Anzahl der Versammelten liegen der Redaktion zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Ausgewogen ist die Gruppe heute, alle Altersgruppen gut präsent. Auch einige Initiativen und Jugendorganisationen zeigen Flagge. "Dass nach mehr als drei Jahren sich immer noch so viele Menschen zusammenfinden und für Klimagerechtigkeit streiten, verdeutlicht nur noch einmal die Dringlichkeit des Themas", findet Omar Jouini, Kreistagsabgeordneter und Mitglied der Grünen Jugend in Fulda.

"Die Klimakrise schreitet voran, wird sogar noch befeuert durch Krieg und Energieknappheit. Es muss gehandelt werden", kommentiert Goldbach abschließend. (Moritz Bindewald) +++