European Open in der Esperanto-Halle

Tag fünf: Sky und DAZN kommen, volles Haus und Riesen-Werbung für Fulda

Sanjin Pehlivanovic (Bosnien und Herzegowina) musste sich dem Amerikaner Shane van Boening geschlagen geben
Fotos: Carina Jirsch

14.08.2022 / FULDA - Tag fünf ist der vorletzte der European Open im 9-Ball des Poolbillards - und es ist ein besonderer. Einer, wie ihn Fulda noch nie erlebt hat. Die Fernsehanstalten Sky und DAZN geben sich die Ehre, den Sport und die Veranstaltung in die Welt hinauszutragen. Die Esperanto-Halle ist fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Bürgermeister Dag Wehner schaut vorbei. Es spricht alles dafür, dass sich die European Open als Riesen-Imagewinn für die Stadt erweisen. 

Zum Sport. Je mehr man dem Ende der Veranstaltung entgegenfiebert, desto höher wird das Niveau - so hat man den Eindruck. Am Samstag wurde zunächst das Achtelfinale ausgetragen - und das Viertelfinale, dessen Wettkämpfe sich bis in den Abend hineinzogen. Mit Joshua Filler schied der letzte im Wettbewerb verbliebene Deutsche aus. Filler, der eine äußerst schwierige Auslosung erwischt hatte, unterlag dem für Österreich startenden Mario He, auch "Billard-Panther" genannt. Mit 5:11 fiel die Niederlage deutlich aus. Dabei hatte Filler zuvor im Achtelfinale eine äußerst starke Leistung gezeigt - er bezwang Jason Shaw mit 10:3.

Eine andere Unterhaltungs-Welt: jetzt drei "Fernseh-Tische"

Das war das erste Viertelfinale. Auch der Spanier José Alberto Delgado zog ins Halbfinale ein, das am Sonntag um 12 Uhr beginnt. Einen bemerkenswert guten und stabilen Eindruck hinterließ ebenso Shane van Boening. Auffallend, dass sich unter den letzten Acht drei Polen befanden - ein Beweis, über welche Talente sie verfügen und wie allmählich ihr Schulungsprogramm fruchtet. Im Fokus weiterhin: der Österreicher Albin Ouschan.

Ab diesem Tag hat man den Eindruck, in einer speziellen Unterhaltungs-Welt zu sein. Die Fernsehsender Sky und DAZN haben ihre Zelte in der Esperanto-Halle aufgeschlagen. Der Tisch, auf dem in den ersten Tagen noch die Siegertrophäe stand, ist quasi zum Centre Court geworden. Jetzt gibt's drei "Fernseh-Tische" - in der Mitte jener für die beiden Privatsender, links und rechts die "Streaming-Tische".

Nahezu volles Haus - auch die Oberen der Stadt zeigen Präsenz und Verbundenheit

Bei der Zuschauer-Unterstützung machte es nochmals einen gewaltigen Ruck. Es herrschte quasi volles Haus, wurde geklatscht und gejubelt, die Ränge waren - bis auf wenige Plätze - voll. Der Umsatz war gut. Auch die Oberen der Stadt statteten der Esperanto-Halle und den Queue-Künstlern einen Besuch ab. Am Samstag war Bürgermeister Dag Wehner vor Ort, für Sonntagnachmittag hat sich OB Dr. Heiko Wingenfeld angekündigt.

Was öffentliche Beachtung, Wahrnehmung und Image betrifft, dürfte Osthessens Metropole nicht schlecht abschneiden. So manch einer sagte, dass Fulda so präsentiert worden sein in den Medien. "Ein bisschen was" sei schon passiert in der Barockstadt, in der an diesem Tag auch Billardspieler und Interessierte des Sports aus ganz Deutschland zu Gast waren. (wk) +++