Hiltrop war sogar Fahnenträgerin

Paralympics-Goldmedaillengewinnerin in Heimatstadt empfangen

Natascha Hiltrop gewann in Tokyo zwei Medaillen und war bei der Abschlussfeier, Fahnenträgerin der deutschen Paralympics-Mannschaft.
Fotos: Kevin Kunze

19.09.2021 / HERINGEN (W.) - Wie bereits vor fünf Jahren wurde Schützin Natascha Hiltrop in ihrer Heimatstadt Heringen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) empfangen. Doch im Gegensatz zu den Paralympics in Rio de Janeiro, hatte die Para-Athletin sogar eine Goldmedaille im Gepäck. 

Der 29-Jährigen war es anzumerken, dass der Trubel um ihre Erfolge bei den Paralympischen Spielen in Tokyo, ihr sichtlich unangenehm ist, allerdings erklärte sie dazu im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS: "Ich stehe nicht so gern im Mittelpunkt, obwohl ich mich natürlich über die vielen Gratulationen sehr freue. Die vergangenen Wochen waren sehr intensiv mit vielen Eindrücken und Erlebnissen." Dabei konnte die zweifache Medaillengewinnerin nicht verhehlen, dass gerade die Aufmerksamkeit auch durch die Medien schon während der Paralympics sehr anstrengend gewesen sei.

In Paris 2024 will Hiltrop wieder dabei sein


Nun ist aber erstmal Pause angesagt - zumindest auf internationaler Ebene. Lediglich die Saison in der zweiten Bundesliga beginnt für die Sportschützin. Einen Ausblick auf ihre Zukunft hat sie im O|N-Gespräch allerdings gegeben: "Im nächsten Frühjahr starten schon Qualifikationswettkämpfe für die Paralympics 2024 in Paris, dort will ich auch wieder antreten. Doch jetzt möchte ich erstmal die Zeit genießen."

Heringens Bürgermeister Daniel Iliev zeigte sich indes stolz auf die Leistung von Hiltrop: "Vor fünf Jahren gab es den letzten Empfang, wir sind unglaublich stolz, dass du wieder so viel erreicht hast. Neben deiner Gold- und Silbermedaille warst du auch Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier, das haben nicht viele erreicht. Es ist eine unheimlich tolle Geschichte und wir hoffen, dass wir bald wieder dich nach einem sportlichen Großereignis wieder empfangen können."

Neben weiteren Glückwünschen des Lengerser Schützenvereins dem Hessischen Behindertensportverbandes und Landrat Torsten Warnecke (SPD), war auch Staatsminister Michael Roth (SPD) vor Ort und überbrachte besondere Glückwünsche: "Es ist eine herausragende Leistung, gerade unter diesen schwierigen Umständen während der Pandemie. Die paralympischen Athleten haben Maßstäbe gesetzt, es sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Von der letzten Kabinettssitzung soll ich zudem von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer, die herzlichsten Glückwünsche ausrichten." (Kevin Kunze)+++