FC Eichenzell - SG Bad Soden 0:5 (0:2)
Dörner: "Gut, dass den Eichenzellern die Niederlage weh tut"
Fotos: Julius Böhm
04.08.2014 / FUSSBALL -
Das tut weh: Der FC Britannia Eichenzell geht vor heimischer Kulisse beim Gruppenliga-Auftakt gegen die SG Bad Soden mit 0:5 (0:2) unter. Der Sieg der Sprudelkicker geht völlig in Ordnung, wenn auch das Ergebnis um zwei bis drei Nummern zu hoch ausgefallen ist. Der Eichenzeller Kräfteeinbruch in der Schlussviertelstunde sorgte für das Schützenfest, dass den Britannen sicher weh tat.
"Um ehrlich zu sein freut es mich heute, dass unser Sieg dem Gegner weh tut", sagte Bad Sodens Trainer, Klaus Dörner, im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Er war stinksauer über die ruppige Gangart, der sich seine Mannschaft über 90 Minuten stellen musste. "Wir waren im letzten Jahr die fairste Mannschaft der Liga - und wir bekommen nur auf die Socken. Ich bin der Meinung, der Schiedsrichter muss die Mannschaft, die an einem attraktiveren Fußball interessiert ist, vor rüden Attacken schützen." So hätte in seinen Augen Eichenzells Osan Isik nach einer guten Stunde fliegen müssen: "Das war knallrot, da kann mir jeder sagen was er will. An sich hätte der Schiedsrichter deutlich mehr durchgreifen müssen."
Vor lauter Wut über zahlreiche Fouls, vergaß Dörner völlig den eindrucksvollen Sieg beim Mitfavoriten Eichenzell. Über 90 Minuten waren die Gäste das Team mit der deutlich besseren Spielanlage, wobei es Chancen auf beiden Seiten gab. "Natürlich haben wir auch Glück gehabt und Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen, aber ich denke der Sieg geht auf jeden Fall in Ordnung", so Dörner. Vor der Sodener Führung hätten die Britannen eigentlich längst führen müssen, aber Martin Kriwoschein vergab.
"Genau deshalb werden wir dieses Spiel auch nicht überbewerten", sagte Dörner. Ebenso sieht das sein Gegenüber: "Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht, uns Chancen herausgearbeitet und sind an unseren eigenen Fehlern gescheitert. Das Ergebnis hört sich knallhart an, obwohl ich meinem Team keinen Vorwurf machen kann." In welche Richtung dieser Sieg die Weichen der Sodener stellt, wird sich für die SGB am kommenden Wochenende gegen Großenlüder zeigen. Eines steht fest: Nach diesem Sieg hat die Konkurrenz mächtig Respekt vor den Sprudelkickern. (Julius Böhm).
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
FC Eichenzell: Kirbus- Möller, Schlag, M. Müller (46. Isik), Maierhof (87. Spahn), Hartmann, C. Müller, Kriwoschein, Kilic (46. Mahr), Heumüller, Kratz.
SG Bad Soden: Gonzalez-Garcia- Seitz, Özyer, Moaremoglu, Harmancioglu (61. Zintel), Degermenci, Albayrak (78. N. Dietz), Mulfinger (67. Gözcu), Kress, Purcell, Scheller.
Schiedsrichter: Christian Golditz (Salmünster).
Tore: 0:1 Tim Mulfinger (27.), 0:2 Anil Albayrak (37.), 0:3 Ahmet Gözcu (81.), 0:4 Samet Degermenci (87.), 0:5 Dimitrij Scheller (89., Foulelfmeter).
Zuschauer: 400. +++