Sparkassen-Handballcup
Pokal bleibt auch 2014 in Magdeburg - 36:32 Sieg gegen Melsungen
03.08.2014 / HANDBALL -
Der SC Magdeburg hat seinen Titel beim Sparkassen-Handballcup am Sonntag erfolgreich verteidigt. In einem über lange Zeit spannendem Finale hatten die Elbestädter die größeren Reserven und siegten am Ende mit 36:32 (16:17). Bester Torschütze des SCM war Rechtsaußen Robert Weber (12/5), der auch mit 42 Toren bester Torschütze des Turniers, das insgesamt 7.500 Zuschauer besuchten, wurde. Für Melsungen erzielten Michael Allendorf (6/5) und Patrik Fahlgren (6) die meisten Treffer. Der Schwede, der gestern noch die Nordhessen ins Siebenmeterwerfen gerettet hatte, wurde zudem noch wertvollster Spieler des Turniers. Die Auszeichnung des besten Torhüters bekam Thomas Bauer vom TBV Lemgo.
Die Zuschauer in der Göbel Hotels Arena zu Rotenburg an der Fulda erlebten schon in den ersten Minuten vieles, was den Handball auszeichnet. Ob starke Anspiele an den Kreis, pfeilschnelle Tempogegenstöße, Kracher aus dem Rückraum oder schöne Würfe von außen. Und dazu noch mehrfache Führungswechsel in den ersten zehn Minuten (6:6). Einzig die Intensität der Abwehrreihen ließ erahnen, dass es sich nicht um ein Punktspiel handelte, sondern beide Teams sich mitten in der Vorbereitung befanden.
Im fünften Spiel in fünf Tagen galt es auch mit den Kraftreserven zu haushalten, wenngleich beide Teams jede Möglichkeit zum Kontern annahmen. Magdeburg hatte hier aber ein kleines Plus auf seiner Seite und die Treffer von Grafenhorst und Weber zum 9:7 (16.) sorgten dann für die erste Zwei-Tore-Führung und zwangen Michael Roth zur ersten Auszeit.
Das Finale nahm gleich nach dem Seitenwechsel wieder Fahrt auf, Magdeburg übernahm mit einem 3:0-Lauf prompt die Führung, doch die Nordhessen glichen postwendend aus. Vor allem bei den Anspielen an den Kreis zeigte die Deckung der Elbestädter Lücken, Nationalspieler Felix Danner nutzte die Lücken mit drei Treffern und holte beim 20:21 die Führung zurück.
Der SCM hatte nun wieder das Momentum auf seiner Seite und zog gar auf 31:27 (53.) davon. Die Einwechslung von Sebastian Ullrich für die Crunch-Time zeigte noch nicht die gewünschte Wirkung, aber auch der SCM war mit den Kräften jetzt am Ende. Jeffrey Boomhouwer sollte in den Schlussminuten als vorgezogener Abwehrspieler Marko Bezjak aus dem Spiel nehmen. Dies sollte sich aber nur ein einziges Mal als nützlich erweisen, als Malte Schröder noch einmal den Anschluss (32:31) herstellte.
Im Anschluss zeigte sich Magdeburg abgeklärt und baute mit mehreren Gegenstoßtoren wieder auf vier Tore (35:31) aus. Allendorf verkürzte noch einmal durch einen Strafwurf, doch auch die Umstellung auf eine 3:3-Formation brachte keinen Erfolg – Grafenhorst beseitigte mit dem Tor zum 36:31-Endstand alle Zweifel.
SC Magdeburg – MT Melsungen 36:32 (16:17)
Magdeburg: Ambrosius, Quenstedt
Rojewski 3, Musche, van Olphen 2, Natek 3, Grafenhorst 6, Haaß 1, Bezjak 2, M. Gebala, T. Gebala 1, Weber 12, Saul, Sohmann, Jurecki 1, Lie Hansen 5
Melsungen: Appelgren, Sandström, Ullrich
Maric 3, Sellin 5, Fahlgren 6, Schröder 2, Kothe, Danner 4, P. Müller, Boomhouwer, Rnic 2, Allendorf 6, Vuckovic 1, M. Müller 3 +++