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Kollaps im Zieleinlauf

47-jähriger Halbmarathonläufer stirbt bei Vogelsberger Südbahnlauf

Astrid Staubach (rechts) dominierte den Halbmarathon der Frauen

21.07.2014 / BIRSTEIN - Ein tragischer Todesfall hat am Sonntagmittag den elften Vogelsberger Südbahnlauf überschattet. Ein 47-jähriger Läufer brach zehn Meter vor dem Ziel zusammen. Die sofortige Reanimation durch die Rettungskräfte brachte keinen Erfolg. Der Wächtersbacher verstarb eine Stunde später im Rettungswagen. Als der durchtrainierte Läufer beim Zieleinlauf des Halbmarathons kollabierte, kümmerten sich Rettungssanitäter der DRK sofort um den Athleten. Sie legten nach Augenzeugenberichten eine Infusion und versorgten ihn mit Sauerstoff. Zunächst hatte der Patient noch Puls. Nach dem Eintreffen des Rettungswagens und des Notarztes wurde nach einem Herz- und Kreislaufstillstand im Rettungswagen die sofortige Reanimation eingeleitet.



Der veranstaltende Lauftreff Unterreichenbach sagte die noch ausstehenden Bambini- und Schülerläufe und die Siegerehrung ab. „Wir sind alle erschüttert und fassungslos. Das ist der erste Todesfall, den wir in elf Jahren erlebten. Die Wetterbedingungen waren in Ordnung. Kein anderer Sportler musste ärztlich betreut werden“, berichtete Wolfgang Ruppert, Organisator des Vogelsberger Südbahnlaufes. Der Todesfall ereignete sich am Ende des Halbmarathonlaufes, den Daniel Schmidt (SC Ostheim) und Astrid Staubach (LT Unterreichenbach) gewannnen. Die Kurzdistanz dominierte Lienhard Hersel und Anette Portele (beide SSC Hanau-Rodenbach).

Der Challenge-Zweite Daniel Schmidt und Rolf Eckert (TV Salmünster) liefen ein einsames Rennen über die halbe Marathonstrecke und wechselten sich in der Führungsarbeit ab. Bei Kilometer 16 zog Schmidt das Tempo an, Eckert konnte nicht mehr folgen. „Ich hatte auf den letzten Anstieg bei Oberreichenbach spekuliert, aber Daniel hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so der Alsberger. Für den Südbahnlauf hatte Schmidt „ein paar Berge mehr und Tempoläufe im hügeligen Gelände“ ins Trainingsprogramm integriert.

Den Challenge-Sieg hat auch Astrid Staubach im Visier. Mit dem dritten Sieg im dritten Rennen baute die Vogelsbergerin ihren Vorsprung auf die Drittplatzierte Nadine Richter (TuS Griesheim) weiter aus. Rang zwei ging überraschend an Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach). „Die Duelle mit Nadine Richter sind immer auf Augenhöhe. Aber ich bin zerzeit in guter Verfassung und hatte mit Trainingspartner Viktor Rivinius vom Lauftreff Unterreichenbach einen tollen Tempomacher“, so Astrid Staubach. Richter hatte dagegen nach zweiwöchiger Krankheit keine Ambitionen auf den Sieg. „Ich wollte nicht an die Grenzen gehen und hatte mich auf einen lockeren Trainingslauf eingestellt.“

Lienhard Hersel ist schon ein Phänomen. Am Samstag kletterte der Duathlon-Vizeeuropameister mit dem Rad den Col de la Madelaine hoch und sonntags läuft er über 10 000 Meter eine 36er Zeit. „Der Entschluss, auf eine Übernachtung in Frankreich zu verzichten und beim Südbahnlauf anzutreten, fiel spontan. Der Schuss hätte auch nach hinten losgehen können.“ Denn mit Burkhard Guthmann vom Laufteam Selters und den Frankfurter Grellneth-Zwillingen Kevin und Adrian hatte der Challenge-Sieger 2013 starke Konkurrenz. „Die Strecke war ziemlich hügelig und anspruchsvoll. Aber Lienhard Hersel war nicht zu schlagen“, meinte Kevin Grellneth nach seiner ersten Teilnahme in Unterreichenbach.

Voll im Soll ist Burkhard Guthmann. „Die Saison läuft prima. Sechsmal beim Oberhessencup und dreimal bei der Main-Kinzig-Challenge ganz weit vorne, ist mehr als erfreulich“, ist Guthmann jetzt ein ganz heißer Kandidat auf den Bronzerang bei der Challenge. Bei den Frauen gewann Anette Portele zwei Minuten Vorsprung auf die Bad Orber Triathletin Joanna Tywczynski, der nach einem Tempotraining auf dem Rad die Kraft fehlte, um noch zu attackieren. „Anette Portele ist eine Superathletin und läuft ausgesprochen gleichmäßig“, lobte Tywczynski die Siegerin.(kel)+++

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