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1.500 Fans feiern IHREN Weltmeister

Shkodran MUSTAFI auf Rathausplatz empfangen



19.07.2014 / BEBRA - Ganz Bebra war auf den Beinen und stand Kopf: "Ihr Junge", der Fußballstar und frischgebackene Weltmeister Shkodran Mustafi, kam am Freitagmittag auf den Rathausplatz von Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). 1.500 kreischende, feiernde und vor allem jubelnde Fans waren gekommen, um ihrem Idol zum WM-Titel zu gratulieren. Es herrschte der Ausnahmezustand, als der 22-Jährige die Bühne betrat. Mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt erklärte Bebras Bürgermeister Uwe Hassl den Fußballprofi "zu einem großen Sohn unserer Stadt".



"Wir sind alle unglaublich stolz auf unseren Weltmeister", sagte Hassl auf dem Marktplatz, "vor allem, weil Shkodran absolut auf dem Boden geblieben ist. Er gibt so vielen jungen Menschen ein Beispiel dafür, dass sie ihre Ziele erreichen können." Innerhalb weniger Wochen ist aus dem "Mister-Nobody" ein deutschlandweit bekannter Fußballstar geworden: Durch seine Nachnominierung für die Weltmeisterschaft in Brasilien und die Einsätze in der Gruppenphase hat Mustafi in ganz Osthessen eine besondere Fußballeuphorie ausgelöst.

"Jeder hat es gesehen: Ich hatte in den WM-Wochen meine Höhen und Tiefen", sagte der Neunationalspieler Mustafi beim Pressegespräch vor dem Empfang. "Ich hatte immer noch nicht die Zeit, das zu realisieren, was in den letzten Wochen alles geschehen ist." Wichtig sei ihm aber, immer bodenständig zu bleiben: "Ich habe eine schweren Vater. Wenn ich versuche abzuheben, setzt er sich einfach auf mich drauf (lacht). Nein Spaß. Ich möchte einfach so bleiben, wie ich bin."

Bereits seit dem Mittag versammelten sich hunderte Fußballfans in Mustafi-Trikots und fieberten auf den Empfang ihres Stars hin. Am Abend schien dann der Platz vor dem Rathaus Bebras aus allen Nähten zu platzen. "Und nun kommt er, unser Bebraner: Mit der Nummer 21 - Shkodran MUSTAFIII", brüllten die 1.500.

Für den Newcomer in der deutschen Fußballnationalmannschaft ist nun Urlaub und Relaxen abseits des medialen Trubels angesagt: "Das erste, was ich morgen mache, ist mein Handy abzuschalten. Ich habe in den nächsten Wochen eine wichtige Entscheidung zu treffen, nämlich wie mein nächster Karriereschritt aussieht", verriet der gebürtige Bebraner, "dafür brauche ich einen freien Kopf. Ich freue mich jetzt schon auf ein paar ruhige Tage mit meiner Familie." Den Urlaub hat sich der osthessische Weltmeister auch verdient und wer weiß - vielleicht spielt er auch bald schon bei einem deutschen Club - Interessenten scheint es ja genügend zu geben. (Julius Böhm) +++

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