WM: Nasse Haare, feuchte Augen
2.500 "Museumshofler" sind WELTMEISTER
14.07.2014 / FULDA -
Ausnahmezustand, Eskalation, Ekstase - es ist schwierig, Worte zu finden, die den Moment beschreiben können, als Schiedsrichter Nicola Rizzoli das WM-Finale 2014 Abpfiff: Eine ganze Nation schrie auf, Bierbecher flogen durch den Abendhimmel, Jubelnde Fans lagen sich in Armen, Freudentränen sind geflossen. Deutschland ist Weltmeister. 1:0 in der Verlängerung gegen Argentinien - was macht da schon das bisschen Regen, dass Wettergott Petrus nach Osthessen schickte?
2.500 Fans kamen zum großen Rudelgucken in den Museumshof. Alle waren sie nass vom Regen, alle waren sie wegen der Spannung über 120 Minuten um zwei bis drei Jahre gealtert und alle ließen um 23:36 Uhr einen Urschrei los - wir sind Weltmeister. Danach startete die WM-Sause. Hunderte machten durch leere Bierbecher und Regencapes auf dem Boden eine Polonaise durch den Museumshof und feierten sich und die deutsche Fußballnationalmannschaft.
Doch es war soooooo spannend. Riesenchancen auf beiden Seiten, ein Abseitstor für die Argentinier und der Pfostenkracher von Höwedes kurz vor der Halbzeitpause. Dieses Fußballspiel war definitiv nichts für schwache Nerven. Dann bewies Bundestrainer Joachim Löw das richtige Händchen und brachte Matchwinner Mario Götze. Sein Tor zum WM-Sieg macht ihn zur Legende. Wir haben den Pokal, wir haben den vierten Stern, Jungs ihr seid die Größten! (Julius Böhm) +++