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Biebergrund Bike 6.3

Lokalmatadoren Sascha Wagner und Moritz Hamm triumphieren

Start

23.06.2014 / RADSPORT -
BIEBERGEMÜND-ROSSBACH. Danny van Nuffelen hat das Sechs-Stunden-Rennen beim 1. Biebergrund 6.3 gewonnen. Auf dem anspruchsvollen, acht Kilometer langen Parcours benötigte der Belgier 6:11:25 Stunden für 14 Runden. Rang zwei ging an Jens Tiller von Spessart Biker. Dritter wurde Florian Ries (Urlaubsarchitekten Racing Team). Bei den Zweier Teams waren die Lokalmatadoren Sascha Wagner und Moritz Hamm (RFC Roßbach) eine Klasse für sich, schafften zusammen 16 Runden und belegten mit 20 Minuten Vorsprung auf den RSG Frankfurt Rang eins. Gute Fünfte wurden die Roßbacher Markus Sinsel und Thomas Schüssler. Bei den Vierer Teams setzte sich das Team Müller mit Andreas Kolb, Florian Siegler, Alexander Bischoff und Günther Fischer mit drei Sekunden Vorsprung auf Cycle Point (Sven Ungermann, Thomas Stock, Sebastian Heinl und Johannes Wiche) durch.



„Es war anstrengend und ungewohnt. Wenn man alle 25 Minuten wechselt, bleibt kaum Zeit, ein paar Sekunden mehr rauszufahren“, berichtete Sascha Wagner. „Die Strecke hatte keine gefährlichen Passagen, aber forderte konditionell alles.“ Richtig zu kämpfen hatte Moritz Hamm. „Zwischendurch war der Speicher leer. Das ging an die Grenze. Am Ende wurde es leichter. Die letzte Runde habe ich richtig genossen“, so der Nachwuchsfahrer.
Einzelsieger Danny van Nuffelen freute sich riesig über den Sieg. „In Roßbach bin ich schon einige Mal gestartet. In der Mitte des Rennens konnte ich mich absetzen. Es herrschten super Bedingungen“, so der 36-Jährige. Gewnda Rüsing, Einzelsiegerin bei den Frauen, hat es bis auf die beiden letzten Runden Spaß gemacht. „Drei Anstiege und kein Wohlfühltempo auf den Abfahrten: Die Strecke hatte es in sich“, so die Mainzerin.

Das Drei-Stunden-Rennen über den Fünf-Kilometer-Parcours dominierte der Münchner Tim Weismantel. Der gebürtige Frammersbacher fuhr 16 Runden in der Zeit von 3:02:47 Stunden und nahm seinem ehemaligen Vereinskollegen Heiko Portner knapp fünf Minuten ab. Rang drei ging an Til Spiegel (eighty-eight Racing Team.) „Ich hatte zwischendurch Krämpfe. Das war ein hartes Stück Arbeit“, so Weismantel. Über die anspruchsvolle Strecke in Cross-Country-Manier mit knackigen Anstiegen freute sich Portner. „Die Rennen in Roßbach sind immer schön und abwechslungsreich. Konditionell anspruchsvoll und technisch nicht so schwierig. Heute war für Racer und Hobbyfahrer alles dabei.“

Bei den Zweier Teams schafften Daniel Krömer und Janosch Bühler (Feistel Racing) als einziges Duo 17 Runden. Rang zwei ging an das Medano Team mit Karol und Slawomir Rychlik. Die Roßbacher Benjamin Cloudt und Luca Adler wurden Fünfte. Die Mixed-Wertung gewannen Georg Leser und Sabine Hettrich vom VC Darmstadt. Die Vierer Team Wertung ging an den TV Bad Orb mit Erik und Moritz Kailing und Johannes und Andreas Fankhauser. Die Tischtennisspieler der TTG Biebergemünd landeten auf Platz zwei und gewannen auch die Ortsvereinswertung vor den Montagsradlern Lanzingen und Bulldog Roßbach.

Beim Kids-Cup triumphierten Emma Stopp und Philipp Heuberger in der Klasse U7. Bei der U9 freuten sich Leni Klüh und Max Wirth über den Sieg. Das Rennen der U11 dominierten Elli und Merlin Kistner. Bei der U13 waren Anna Schubert und Lukas Hummel die Schnellsten. Das Jugendrennen gewannen Josefine Baaser und Lars Dernbach. Premiere geglückt: Aus dem Biebergrunder Bike-Marathon über 90, 60 und 30 Kilometer sind spannende Team-Wettbewerbe geworden. „Nach dem massiven Teilnehmerschwund der vergangenen Jahre haben wir ein neues Format kreiert. Der Bike 6.3 ist speziell auf Teams zugeschnitten. Sowohl Amateurfahrer als auch ambitionierte Hobby Mountainbiker sind angesprochen. Einzelfahrer sind auf den beiden Rennen auch zugelassen. Das Sechs-Stunden-Rennen findet auf einem acht Kilometer langen, technisch und konditionell anspruchsvollen Rundkurs statt. Das Drei-Stunden- Event steigt auf einer anfängertauglichen Strecke von fünf Kilometern Länge“, erläuterte Ralf Link, Vorsitzender des RFC Roßbach das Konzept. „Das Format ist auch für die Zuschauer interessanter, da sich das Renngeschehen rund ums Dorfgemeinschaftshaus abspielt. Zudem brauchen wir nicht mehr 300 Helfer, sondern kommen mit der Hälfte aus.“

Eine Extrawertung für die Ortsvereine sei dazu gekommen. „Das Konzept ist sicherlich ausbaufähig und kann 250 Teams verkraften. Bei der Premiere waren es immerhin 150 Teams und über 70 Teilnehmer beim Kids-Cup“, so Link. Lob gab es von den Fahrern. Christoph Oehrlein, Sieger des Bike-Marathons über die Mittelstrecke 2012 meinte: „Weg vom Rennen Mann gegen Mann. Das passt. Das Teamgefüge stellt sich wie ein Zelt auf. Von den Bikemarathons sind viele Fahrer übersättigt. Im Team kann man an einem schlechten Tag auch mal kürzer treten und dem Partner mehr Kilometer gönnen.“+++(Dietmar Kelkel)

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