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Deutschlandspiel zum Haare raufen

2.200 sehen Remis und leiden im Museumshof

Bibbern, Daumen drücken für die deutsche Elf
Alle Fotos: Julius Böhm

22.06.2014 / FULDA - Der deutsche Edeljoker Miroslav Klose hat den 2.200 Fußballfans im Fuldaer Museumshof gerade so den Fußballabend gerettet. Mit dem 2:2-Endstand konnten die Osthessen beim Rudelgucken in der Fuldaer Innenstadt deutlich besser leben. Lange Zeit war Leiden mit der Deutschen Elf angesagt. Dementsprechend auch der Jubel beim erlösenden Ausgleich: Fliegende Bierbecher, völlige Hysterie und ein lauter Torschrei.



Zuvor konnte man den zahllosen Gesichtern den Spielstand ablesen: Viele hatten die Hände vor dem Mund zusammengeschlagen, andere knabberten ihre Fingernägel ab, wieder andere schauten nur verdutzt auf die Großbildleinwand, als die Black Stars aus Ghana in Führung gingen. Plötzlich war die Stimmung am Boden. Für einen kurzen Moment hätte man eine Stecknadel im Museumshof fallen hören können. Aber dann ging es sofort weiter: Anfeuerungsrufe und Händegeklatsche, das sich am Ende lohnen sollte.

Von Beginn an war die Stimmung bei Fuldas größtem Freiluft-Rudelgucken top. Die Osthessen hatten sich wieder in Schale geworfen: Trikot, Mütze, Schal und Schminke durften nicht fehlen. "Ghana hauen wir weg, das wird ein klarer Sieg für Deutschland", dachten nicht wenige vor dem Anpfiff. Umso länger wurden auch die Gesichter, als es nach der ersten Hälfte immer noch 0:0 stand und Deutschland nicht wirklich den souveränsten Einruck machte. Fünf Minuten nach dem Pausentee traf Mario Götze zwar zum 1:0, doch der Freudentaumel wurde nach drei Minuten schon beendet. 

Zusammen bibbern, gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft leiden und mit allen Mann durchdrehen, wenn unsere Elf ein Tor schießt - das macht das Rudelgucken aus. Im Museumshof werden weiterhin alle Spiele übertragen. Zum nächsten Deutschlandspiel am Donnerstag (26.6.) wird wieder volles Haus erwartet. Die Osthessen ist eben ein fußballverrücktes Volk. (Julius Böhm) +++

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