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"An Pfingsten fährt man in Bimbach"

Rhön-Radmarathon: 2.250 Radler on tour

Aufregung kurz vor Start

08.06.2014 / RADSPORT - "An Pfingsten fährt man in Bimbach" - dieser Slogan ist in Radsportlerkreisen wie in Stein gemeißelt, denn zum 25. Mal veranstaltet der Radsportclub Bimbach den Rhön-Radmarathon am Pfingstwochenende. Mit mehr als 5.000 Teilnehmern an beiden Tagen ist es die größte Breitensportveranstaltung im Radsport, die ein Verein auf die Beine stellt. Seit Sonntagmorgen touren wieder tausende Radsportler durch das Biosphärenreservat und verwandeln Bimbach in die Hauptstadt des Drahteselsports - oder das Hauptdorf. Schon am Samstag gab es Rennen über kürzere Distanzen.



Im Umkreis von 50 Kilometern ist jede Pension, jedes Hotelzimmer belegt. Auch der Campingplatz am Sportgelände im Start- und Zielort Bimbach platzt aus allen Nähten. Im Großenlüderer Ortsteil herrscht absoluter Ausnahmezustand. Als Vereinsvorstand Wolfram Michel am Sonntagmorgen pünktlich um 6 Uhr 2.250 zum Höhepunkt - dem Rhön-Radmarathon - auf die Strecke schicken durfte, war ihm die Erleichterung anzusehen: "Es war so viel zu tun, der ganze Verein ist auf den Beinen", sagte er zu osthessen-news.de, "mehr als 150 Helfer haben das Rennen erst möglich gemacht."

Etwa die Hälfte der Starter wagen die schwerste Strecke über 248 Kilometer mit knapp 5.000 Höhenmetern. Das macht die Rhön-Rundfahrt zur schwersten ihrer Art in ganz Deutschland. Es geht über Hosenfeld um den Kaliberg weiter in Richtung Wasserkuppe mit einem kurzen Abstecher über die Ebersburg, dem steilsten Anstieg. Von der Wasserkuppe weiter nach Bischofsheim, von wo man Hilders und die Milseburg anfährt, ehe es über Margetenhaun zurück zur Zielparty geht.

Auch Profis lassen sich die besondere Aussicht von Ebersburg und Wasserkuppe nicht nehmen: Jörg Ludewig, ehemaliger Telekom-Fahrer und Kollege von Patrick Sinkewitz machte sich in der Spitzengruppe auf den Weg. "Mir gefällt hier besonders das familiäre Miteinander. Trotzdem kommt das Rennflair nicht zu kurz - einfach eine klasse Veranstaltung", sagte er Minuten vor Rennstart, "dieses Rennen ist ein Unikat und soll auch unbedingt so bleiben." Viele auswärtige Rennfahrer genießen den Dorfcharaker der Rundfahrt: "Besonders die Größstädtler lieben den Blechkuchen der Bimbacher Hausfrauen und Großmütter - das gibts’s nur hier", scherzte Lorenz Böhm, der ebenso wie seine Vereinskollegen mit anpackt.

"Ich freue mich einfach über die Begeisterung und das Lob der Fahrer", sagte Michel. Service, Panorama und Streckenführung seien beim Rhön-Radmarathon nämlich vorbildlich, so der Tenor der Radsportler. Für genug Flüssigkeit am heißen Pfingstwochenende sorgte Sponsor RhönSprudel. Außerdem war für Kuchen, Bananen und belegte Brötchen bestens gesorgt. An Kontrollpunkten, etwa alle 40 Kilometer, konnten sich die Fahrer stärken und sich einen Stempel abholen. Eine volle Stempelkarte bedeutet eine Erinnerungsmedallie im Ziel. Das viertel Jahrhundert ist voll. Spätestens jetzt wissen alle, das man an Pfingsten in Bimbach fährt. (Julius Böhm) +++

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