Riesiges Interesse
Bereit für den Titel: TTC FD-Maberzell vor dem FINALE
Archivfotos (3): Hendrik Urbin
06.06.2014 / TISCHTENNIS -
Das wird ein Highlight in der jüngeren Sportgeschichte der Stadt Fulda: Der heimische Tischtennis-Bundesligist TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell steht im Finale um die Deutsche Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft. Am Sonntag um 13 Uhr kommt es in der ausverkauften Fraport Arena in Frankfurt am Main zum großen Showdown: Der TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell fordert den Favoriten Borussia Düsseldorf heraus. Die Osthessen haben eine überragende Bundesliga-Saison gespielt und gehen als Tabellenführer ins Finale gegen den Zweiten. Auch in den Playoff-Halbfinals gegen den den 1. FC Saarbrücken ließen die Schützlinge von Trainer Qing Yu Meng nichts anbrennen.
Nun also das Finale - erstmals in der Vereinsgeschichte. Die Euphorie rund um die heimische Hubtex-Arena ist gigantisch. Allein sieben Fan-Busse werden am Sonntag ab Fulda in die Rhein-Main-Metropole starten. Dazu unzählige Autos mit Fans aus Osthessen. Die Verantwortlichen rechnen mit rund 1.000 Fans aus Osthessen unter den rund 3.500 Zuschauern in der Fraport-Arena. "Wir haben allein über unseren Verein 475 Tickets verkauft", sagte Vizepräsident Claus-Dieter Schad. Auch das mediale Interesse ist riesig. Das ZDF berichtet am Sonntagnachmittag in der Sportreportage über das Finale, das hessen fernsehen überträgt das Spiel sogar live in einer Extra-Sendung am Sonntagnachmittag.
Auch sportlich ist alles klar: Die Jungs vom TTC bereiten sich derzeit in Fulda auf das große Finale vor. "Wir trainieren täglich zusammen in der Hubtex-Arena. Alle sind fit und freuen sich auf dieses besondere Spiel", sagte Fulda-Maberzells Trainer Qing Yu Meng im osthessen-news.de-Gespräch am Donnerstagnachmittag. Auch für ihn als Coach ist dieses Finale ein Höhepunkt in seiner Trainerkarriere. Seit zehn Jahren spielen die Osthessen in der höchsten deutschen Tischtennis-Liga. "Es ist jetzt schon unsere erfolgreichste Saison. Wir waren im Pokalfinale von Stuttgart und stehen nun in Frankfurt im Ligafinale", ist auch Schad voller Vorfreude.
Auch die Düsseldorfer gehen verständlich zuversichtlich in die Partie. Ihr Ziel lautet klar: Die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2014. Auf der Internetseite der Düsseldorfer heißt es im Vorbericht: "Bis dahin ist es noch ein hartes Stück Arbeit. In den beiden Ligaspielen gegen Fulda ging die Borussia jeweils als Verlierer aus der Halle. Aber als es in dieser Saison schon einmal um einen wichtigen Titel ging - im Endspiel um den Pokal - war die Truppe von Danny Heister auf den Punkt fit und konzentriert. "Für uns sind auch die Erfahrungen der letzten Jahre wichtig. Wir haben bereits einige Finals gewonnen - Wir sind Borussia Düsseldorf und werden natürlich unser Bestes geben, um auch diesen Titel zu holen", so der Niederländer.
Auch Timo Boll sieht sein Team am Sonntag in der Favoritenrolle - vorausgesetzt, alle bleiben gesund. "Wir fahren mit breiter Brust nach Frankfurt und haben absolut keine Lust, dieses Finale zu verlieren. Das verlorene WM-Finale ist mir noch gut in Erinnerung. Endspiele zu verlieren macht nicht so viel Spaß. Trotzdem müssen wir gegen Fulda 100 Prozent unserer Leistung abrufen. 90 Prozent reichen nicht."
Manager Andreas Preuß: „Die lange Vorbereitungszeit war für die Organisation fantastisch – die Arena ist ausverkauft, das Medieninteresse gigantisch. Auch aus der Sicht unserer Spieler kommt das Finale eigentlich gerade recht, sie sind voll im Saft. Das Feld ist gerichtet, der Tisch ist gedeckt - jetzt müssen wir nur noch essen." Dieses Gericht wollen die Osthessen den Rheinländern jedoch gründlich verderben. Wang Xi, Patrick Franziska, Ruwen Filus und Philip Floritz und Trainer Meng wollen fuldische Erfolgsgeschichte schreiben. (Hans-Hubertus Braune) +++