32. Spieltag in der Gruppenliga
Klassenkampf in Neuhof und Rothemann
28.04.2014 / FUSSBALL -
Der SC Borussia Fulda ist vorzeitig Meister der Gruppenliga Fulda. Die SG Bad Soden kam in der Hünfelder Rhönkampfbahn nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus und macht die Borussia somit uneinholbar. Fuldas Trainer Oliver Bunzenthal ist völlig aus dem Häuschen: "Einfach nur Wahnsinn, wie das alles geklappt hat, dass wir so früh schon als Meister feststehen dürfen. Großes Lob an die ganze Mannschaft, an den Vorstand und den Beirat. Ich bin froh, dass ich ein Teil von Borussia Fulda im letzten dreiviertel Jahr sein durfte", freute sich der Ex-Profi. Im Mannschafts-whatsapp-Chat wurde sofort eine kurzfristige Meisterparty im Clubhaus einberaumt. "Da werden heute noch die Korken knallen", versprach der Borussen-Coach.
Unterdessen verabschiedet sich der SV Neuhof aus dem Abstiegskampf. Ein 6:0-Sieg gegen den FSV Hohe Luft war ein klares Zeichen gen Ligaverbleib. Genauso ballerte sich der TSV Rothemann beim 6:0-Kantersieg gegen die direkten Konkurrenten Schlitzerland den Frust von der Seele. An sich war es der Tag der Kellerkinder: Auch die SG Haunetal konnte überraschend einen Dreier gegen Eichenzell einfahren. Nur die SG Niederaula/Hattenbach konnte eine 1:0-Führung nicht halten und verlor zu Hause gegen den SV Großenlüder mit 2:4.
Rothemanner Big-Points - "Drei wichtige Punkte Abstand"
TSV Rothemann - SG Schlitzerland 6:0 (3:0)
Ein größeres Ausrufezeichen und Signal an die Mitkonkurrenten kann man wohl kaum setzten: Mit einem halben Dutzend schickt der TSV Rothemann den Tabellennachbarn SG Schlitzerland nach Hause und sagt: "Hey, wir wollen in der Gruppenliga bleiben." Von Beginn an spielte nur eine Mannschaft: Tobias Hammerl eröffnete den Torreigen in einer amüsanten Begegnung. Schlitzerland verkaufte sich zwar teuer, Rothemann hatte jedoch das nötige Quentchen Glück. Zwei Sonntagsschüsse brachen den Gästen das Genick. Nach der Schlappe in Niederaula ist der TSV Rothemann wieder oben auf. Die Abstiegsränge sind Geschichte - eine kleines Polster von zwei Punkten gibt zumindest etwas Ruhe. "Es sind nur drei Punkte, aber drei wichtige", freute sich TSV-Trainer Jochen Maikranz. "Wir haben uns, nachdem wir den Big-Point in Niederaula vergeigt haben, heute die Big-Points geholt."
Tore: 1:0 Tobias Hammerl (15.), 2:0 Fabian Bub (30.), 3:0 Osman Özlük (42.), 4:0 Ilker Dapar (55.), 5:0 Osman Özlük (59.), 6:0 Ahmed Kilic (88.).
Zuschauer: 300.
SV Neuhof - FSV Hohe Luft 6:0 (3:0)
Von der ersten bis zur letzten Sekunde sahen die wenigen Zuschauer am Neuhofer Sportplatz Einbahnstraßen-Fußball vom Feinsten: "Wir hätten auch zweistellig gewinnen können - die Chancen waren da", stellte Neuhofs sportlicher Leiter Alexander Bär nach dem Schlusspfiff fest. Neuhof hatte neben dem halben Dutzend noch zahlreiche weitere Chancen, die ungenutzt blieben. Auch jede Menge Aluminium war mit dabei. "Der Gegner hat aber mit einer schwachen Tagesform zum Ergebnis beigetragen", bremste Bär die Euphorie etwas. Dem FSV Hohe Luft gelang es nicht, eine einzige Torchance zu kreieren. "Für uns war der Sieg absolut nötig und überlebenswichtig. Beim Blick auf den Spieltag wird mir Angst und Bange, hätten wir nicht gewonnen."
Zuschauer: 50.
Hessenligareserve macht Borussia Fulda zum Gruppenliga-Meister
Hünfelder SV II - SG Bad Soden 1:1 (1:0)
Borussia Fulda ist Meister der Gruppenliga Fulda und das hat die Mannschaft von Trainer Oliver Bunzenthal ganz alleine der Hessenligareserve des Hünfelder SV zu verdanken: Weil der HSV der SG Bad Soden in der Rhönkampfbahn einen Punkt abgeluchst hat, ist Borussia Fulda in der Tabelle auf und davon. Für den HSV ging es selbst ums nackte Überleben im Abstiegskampf. So verwunderte es auch nicht, dass alles in die Waagschale geworfen wurde, egal ob Borussia Fulda nun Meister werden könnte, oder nicht. Am Ende ist der Punkt verdient und auch bitter nötig, da beinahe alle Teams im Keller punkten konnten.
Tore: 1:0 Christian Rehn (27.), 1:1 Halil Kutlu (63.).
Zuschauer: 100.
SGE verliert ohne Trainer
SG Ehrenberg - RSV 1919 Petersberg 0:2 (0:2)
Ohne Trainer war für die SG Ehrenberg die Messe gegen Petersberg heute schnell gelesen. SG-Coach Marc Friedel half heute bei der zweiten Mannschaft aus, sein Obmann Markus Handwerk übernahm das Ruder. „Das Spiel fing mit den zwei Standardtoren von Petersberg nicht gut an", sagte Handwerk zu Osthessen-news.de. Jan Gawol musste nach einer Ecke am langen Pfosten nur noch einnicken. Alex Rexius traf nach einem Freistoß von der Seite. „Vor der Pause war Petersberg auch besser - da müssen wir uns bei unserem Keeper bedanken. Nach der Pause lag aber zumindest der Anschluss in der Luft." Der Petersberger Sieg gehe jedoch aufgrund der besseren Chancenverwertung in Ordnung. Ehrenberg war nach dem Seitenwechsel zwar die bessere Mannschaft. Sie konnte jedoch nichts zählbares erlangen.
Tore: 0:1 Jan Gawol (3.), 0:2 Alex Rexius (10.).
Zuschauer: 300.
Cleverness der Gäste entscheidet das Spiel
SG Niederaula/Hattenbach - SV Großenlüder 2:4 (1:0)
Die SG Niederaula/Hattenbach war auf dem besten Weg, drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Nachdem Großenlüder zunächst ein, zwei gute Torchancen liegen ließ, machten die Gastgeber vor der Halbzeitpause mächtig Dampf. Zunächst traf Christian Pfeiffer den Innenpfosten (42.). In der 42. Minute erzielte Arne Steinberg nach feinem Zuspiel von Pfeiffer das 1:0 und Kapitän Daniel Orth hatte mit dem Halbzeitpfiff das 2:0 auf dem Fuß. Doch Großenlüders Torwart Julian Schäfer parierte glänzend. Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Cleverness der Gäste durch. Während Niederaula/Hattenbach in der Offensive trotz guter Möglichkeiten zu wenig Durchschlagskraft zeigte, nutzte Großenlüder seine Freiräume. Zunächst traf Christopher Ripka per Kopf zum Ausgleich. Ein Doppelschlag brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Niederaula/Hattenbach verpasste weiterhin seine Chancen. Zwar hatte Niklas Braun den Keeper schon hinter sich gelassen. Er scheiterte jedoch an einem Verteidiger, der auf der Linie klären konnte. Das kurze Lebenszeichen von Niklas Braun wenig später zum 2:3-Anschluss vernichtete Sascha Hasenauer im Gegenzug zum letztlich verdienten Auswärtssieg der Gäste.
Tore: 1:0 Arne Steinberg (42.), 1:1 Christopher Ripka (50.), 1:2 Nils Reinhardt (70.), 1:3 Sascha Hasenauer (73.), 2:3 Niklas Braun (82.), 2:4 Sascha Hasenauer (84.).
Zuschauer: 120.
Goldenes Kopfballtor besorgt Riesenschritt - "Glücklicher Sieg"
SG Haunetal - FC Eichenzell 1:0 (0:0)
Die SG Haunetal macht mit dem überraschenden 1:0-Heimerfolg gegen den FC Britannia Eichenzell einen Riesenschritt. Nun ist man will voll da im Kampf um den Verbleib in der Gruppenliga Fulda. Den Verlierer des Spieltags, die SG Schlitzerland, konnte die SG Haunetal hinter sich lassen. Das rettenden Ufer ist nun nur noch drei Punkte entfernt. Christoph Fischer köpfe nach einer Ecke das so wichtige goldene Tor. Eichenzell war mit einer B-Elf am Start. Sieben Ergänzungsspieler mussten aushelfen, da einige Leistungsträger an die Reserve abgegeben wurden. "Wir hätten das Spiel auch ganz klar noch gewinnen können. Alleine nach der Pause hatten wir fünf hundertprozentige Chancen - der Sieg war glücklich", sagte Oliver Starke, Eichenzells Trainer.
Tor: 1:0 Christoph Fischer (67.).
Zuschauer: 200. (Julius Böhm)+++