Musiklegenden hautnah!

Zwei Osthessen als VIP-Gäste bei offizieller ABBA-Feier

Carina und Christopher auf dem roten Teppich vor der Fotowand

13.04.2014 / LONDON - Schon 40 Jahre ist es her, dass die damals noch unbekannte schwedische Popgruppe ABBA mit dem Lied „Waterloo" den Eurovision Song Contest am 06. April 1974 im englischen Küstenort Brighton gewann und so mit einem Schlag international berühmt wurde. Zwar folgten danach noch zahlreiche weitere Welthits und internationaler Ruhm, doch der Tag, an dem die Band ihr persönliches Waterloo erlebte, wird zweifelsohne als erster wichtiger Meilenstein in der Historie der Musikgruppe angesehen.

Dieses Jubiläum wurde nun in London groß gefeiert, ganz nach dem Motto „Think BIG!". Veranstaltungsort war die Turbinenhalle der Tate Modern, dem weltgrößten Museum für moderne Kunst. Dort wurde quasi in direkter Nachbarschaft der Werke großer Meister wie van Gogh, Picasso, Andy Warhol und Joseph Beuys den Künstlern der Popmusik, sprich ABBA, gehuldigt. Vor Ort bei diesem exklusiven Event, zu dem nur 1.500 Leute aus der ganzen Welt Karten ergattern konnten, waren auch Carina Auerbach und Christopher Gärtner aus Schweben, die auf persönliche Einladung des Chefredakteurs des Magazins „Stern" zu den VIP-Gästen der Feier zählten.

„Zwar bin ich nicht unbedingt ein großer ABBA-Fan, aber als Christopher mich fragte, ob ich Lust hätte, mit zu diesem einmaligen Event zu kommen, sagte ich sofort zu!", meint Carina Auerbach. Auf dem Programm der Feier standen neben einer großen ABBA-Disco auch die Präsentation des neuen ABBA-Bildbandes, der viele zuvor unveröffentlichte Fotos zeigt und von denen einige an diesem Abend in einer eigenen Ausstellung in der Tate Modern präsentiert worden sind. „Da sieht man erstmal, wo groß ABBA zu ihrer Zeit wirklich gewesen sein müssen. Ich habe es ja damals noch nicht erleben können, aber die Bilder der Konzerte zeigen, dass ABBA absolute Weltstars waren", so Christopher Gärtner, der seit Jahren begeisterter Fan der Musik der vier Schweden ist.

Zwei der vier Schweden, nämlich ein A und ein B von ABBA, oder besser gesagt Anni-Frid Lyngstad (genannt Frida) und Björn Ulvaeus waren sogar höchstpersönlich zur Feier nach London gereist. Grund dafür, so Anni-Frid Lyngstad, sei, dass die Fans wie eine Familie seien. Björn Ulvaeus zeigte sich immer noch überwältigt von dem Enthusiasmus, den er aufgrund seiner ABBA-Vergangenheit erfährt – obwohl die Band seit 32 Jahren nicht mehr gemeinsam musiziert hat.

Carina Auerbach und Christopher Gärtner erlebten die beiden ABBAs übrigens hautnah. So waren sie beispielsweise dabei, als sie über den roten Teppich liefen. „Kurz nach den zwei ABBAs über den roten Teppich zu gehen, zwischen all den Fans, Kameras und Blitzlichtern war schon ein aufregendes Erlebnis. Und Björn und Frida sind keine zwei Meter an uns vorbei gelaufen – da war ich so geplättet, dass ich nicht mal reagieren konnte, um ein Foto zu schießen. Ich habe echt keinen Ton rausbekommen. Und das will bei mir schon was heißen! Aber immerhin sind das lebende Legenden!", erzählt Christopher Gärtner.


Was bleibt und zählt ist dennoch das Erlebnis und die Erinnerung. Dies dürfte auch ganz im Sinn von ABBA sein, denn ein Comeback schließt die Gruppe kategorisch aus. Dafür wurde Björn Ulvaeus zwar auf der Bühne in der Tate Modern ausgebuht, aber sein Argument ist nachvollziehbar: „Behaltet uns so in Erinnerung, wie wir damals waren – jung, frisch und vital!".

Mit den Sängerinnen und Sänger des ABBA-Chores, der extra anlässlich des 40-jährigen Jubiläums in Stockholm gegründet worden war und der ebenfalls in London bei der Veranstaltung auftrat, ließen die beiden Osthessen diese beeindruckende Nacht in der Hotellobby ausklingen. Spontan fand der Chor dann auch die passenden Worte, die man nicht besser hätte formulieren können: ABBA – Thank you for the music! (Christoph GÄRTNER, Flieden)  +++

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