Luchse im Halbfinale
Hin- und Rückspiel gegen neuen Gegner - Bulldoggen nur zahme Hündchen - Kapitän der Luchse mit Kieferbruch
04.03.2014 / EISHOCKEY -
Die Lauterbacher Luchse haben am vergangenen Wochenende souverän das Halbfinale im Regionalliga -West-Pokal erreicht. Ohne vier Stammspieler, reisten die Luchse am Samstag nach Unna, um das Viertelfinal-Hinspiel gegen die Königsborn Bulldogs auszutragen. Gegen den bis dahin unbekannten Gegner aus der NRW-Liag, taten sich die Luchse zunächst unnötig schwer, um am Ende deutlich mit 12:4 zu gewinnen.
Von den rund 80 mitgereisten Fans frenetisch angefeuert, brachte Jens Feuerfeil seine Mannschaft in der 6. Spielminute in Führung. Der Klassentiefere Gastgeber hatte ebenfalls gute Einschussmöglichkeiten, scheiterte zunächst aber noch am starken Goalie der Luchse, Sebastian Grunewald. In der 9. Spielminute war es dann aber doch passiert. Durch einen wuchtigen Schlagschuss erzielten die Bulldoggen den Ausgleich, um nur eine Minute später durch Hoffmann erstmals in Führung zu gehen. Die Antwort folgte aber prompt, Pierre Kracht erzielte in der 13. Spielminute den Ausgleichstreffer. Was nun folgte, war ein offener Schlagabtausch. Zunächst brachte erneut Hoffmann den KJEC mit 3:2 in Führung, ehe Burge und Kracht das Blatt für die Luchse wendeten. Mit dieser knappen 4:3 Führung ging es dann in die erste Pause.
Drei Minuten waren im Mitteldrittel gespielt als Mario Kreuz die mitgereisten Fans der Luchse erneut zum Jubeln brachte. Die Luchse hatten nun das Spiel und den Gegner im Griff und zeigten eine sehr starke Mannschaftsleistung. Defensiv nun deutlich konzentrierter und besser organisiert, nahm der Druck auf das Tor der Bulldoggen immer mehr zu. In der 28. Spielminute legte Jake Fardoe für die Luchse zum 6:3 nach. Zwar konnte Schwerdtfeger in der 29. Spielminute nochmal für die Bulldogs verkürzen, doch noch in der selben Spielminute war der Spieler des Abends, Pierre Kracht, wieder für die Luchse erfolgreich.
Nach einem herrlichen Alleingang besorgte der Kanadier Brendan Burge den zehnten Treffer für die Luchse, in der 35. Spielminute. Doch bei allem Glanz, der teilweise sehenswert heraus gespielten Tore der Luchse, mussten die Eishockeycracks aus dem Vogelsberg und deren Anhänger im zweiten Drittel einen mächtigen Schock verdauen.
Mit der komfortablen Führung und dem Wissen, dass nur 24 Stunden später bereits das Rückspiel in Lauterbach anstand, nahmen die Luchse im letzten Drittel deutlich den Fuß vom Gas. Der letzte Treffer der Partie war Pierre Kracht vorbehalten, der mit seinem fünften Tor seine starke Leistung krönte.
Statistik des Spiels
0:1 (6.) J. Feuerfeil; 1:1 (9.) Tsakalidis; 2:1 (10.) Hoffmann; 2:2 (13.) Kracht; 3:2 (14.) Hoffmann; 3:3 (15.) Burge; 3:4 (17.) Kracht; 3:5 (23.) Kreuz; 3:6 (28.) Fardoe; 4:6 (29.) Schwerdtfeger; 4:7 (29.) Kracht; 4:8 (29.) Kreuz; 4:9 (34.) Kracht, 4:10 (35.) Burge; 4:11 (36.) H. Feuerfeil; 4:12 (54.) Kracht
Aufstellung der Luchse: Tor: Grunewald, K.-D. Lechner – Abwehr: Naumann, Fardoe, Hornivius, Grund – Sturm: Schulz, Kracht, Burge, M. Six, H. Feuerfeil, Kreuz, Reimer, J. Feuerfeil
Strafzeiten: Lauterbach 2
KJEC 1b 6+10
Luchse dominieren auch im Rückspiel
Nur 24 Stunden nach dem erfolgreichen Auftritt der Luchse im Viertelfinal-Hinspiel gegen Königsborn, stand in der Lauterbacher Eissport-Arena das Rückspiel auf dem Plan. Auch diesmal waren die Krallen der Luchse schärfer, als die der Bulldoggen. Am Ende stand erneut ein 12:4 für die Luchse auf der Anzeigetafel und der Einzug ins Halbfinale war perfekt.
Sie wollten für ihren verletzten Kapitän spielen und taten dies auch. Im Gegensatz zum Auswärtsspiel, waren die Luchse diesmal von Beginn an hellwach. Aus einer sicheren Defensive heraus, setzten die Luchse den Gegner gleich unter Druck. Es dauerte bis zur 6. Spielminute, bis die rund 450 Zuschauer erstmals jubeln durften. Brendan Burge brachte die Luchse, auf Zuspiel von Benni Schulz, in Führung. Zwar hatten die Luchse ein dickes Plus an Chancen, doch vor dem Gegnerischen Gehäuse agierten die Männer von Coach Nicholas oft zu fahrlässig.
Der Gegner aus Königsborn hatte den Luchsen erneut nicht viel entgegen zu setzen und wenn die Bulldoggen gefährlich vor das Lauterbacher Tor kamen, machte Luchse Goalie Olli Ebenrett die Chancen der Gäste zunichte. Es dauerte bis zur 16. Spielminute bis der zweite Treffer fallen sollte. Nach einem schönen Pass von Burge, beendete Benni Schulz seine Durststrecke und erhöhte auf 2:0 für die Luchse. Nur 40 Sekunden später zappelte der Puck erneut im Netz der Gäste. Jake Fardoe erzielte den 3:0 Pausenstand.
Den besseren Start ins zweite Drittel erwischten die Gäste. Noch im ersten Wechsel nach dem Eröffnungsbully verkürzten die Bulldoggen auf 1:3 aus ihrer Sicht. Doch die Luchse ließen sich vom Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen. Jens Feuerfeil stellte in der 26. Spielminute den alten drei Tore Abstand für die Luchse wieder her. Pierre Kracht, der mit seinen vier Treffern an diesem Abend erneut großen Anteil am Sieg hatte, erzielte in der 28. Spielminute das 5:1 für die Luchse. Mit dem Vorsprung aus dem Hinspiel und der erneut deutlichen Führung, wirkten die Luchse im Angriffsdrittel oftmals zu verspielt. Zu viele Chancen wurden liegen gelassen. So dauerte es bis zur 37. Spielminute ehe es wieder im Tor der Bulldoggen einschlug. Innerhalb von 23 Sekunden waren Kracht und Burge zum 7:1 erfolgreich. Den Schlusspunkt im Mittelabschnitt setzten jedoch die Gäste, die 23 Sekunden vor Drittelende durch Wiegand auf 2:7 verkürzten.
Im Schlussdrittel sollten die Fans nochmal jede Menge Tore zu sehen bekommen. Dem Spiel vom Vortag und dem recht ordentlichen Tempo im Spiel geschuldet, wirkten beide Teams defensiv nicht mehr ganz so konzentriert und erlaubten sich einige Schnitzer. Einen dieser Fehler nutzte Pierre Kracht in der 43. Spielminute zum 8:2 für die Luchse. Auch Lauterbachs Hintermannschaft war nun nicht mehr so stabil und konzentriert wie zu Beginn des Spiels.
Die Gäste nutzten diese Unkonzentriertheiten eiskalt aus und verkürzten durch zwei Kontertore auf 4:8. Der Rest des Spiels gehörte dann aber alleine den Luchsen. Zunächst erhöhte Jens Feuerfeil in der 49. Spielminute auf 9:4 für die Luchse, ehe es Fardoe in der 51. Spielminute zweistellig machte. Die Tore zum 12:4 Endstand für die Luchse, besorgten Brendan Burge und Pierre Kracht in der 55. und 59. Spielminute.
Aufstellung der Luchse: Tor: Grunewald, O. Ebenrett – Abwehr: Naumann, Fardoe, Grund, Hornivius – Sturm: Schulz, Kracht, Burge, Kreuz, Reimer, J. Feuerfeil, M. Six
1:0 (6.) Burge; 2:0 (16.) Schulz; 3:0 (17.) Fardoe; 3:1 (21.) Gröschner; 4:1 (26.) J. Feuerfeil; 5:1 (28.) Kracht; 6:1 (37.) Burge; 7:1 (37.) Kracht; 7:2 (40.) Wiegand; 8:2 (43.) Kracht; 8:3 (44.) Hoffmann; 8:4 (47.) Anlauf; 9:4 (49.) J. Feuerfeil, 10:4 (51.) Fardoe; 11:4 (55.) Burge; 12:4 (59.) Kracht
Strafzeiten: Lauterbach 4
KJEC 1b 10
Wie es für die Luchse weitergeht entscheidet sich am Dienstag. Dann bestreiten Wiehl und Ratingen ihr zweites Spiel im Viertelfinale. Das Spiel in Ratingen hatte Wiehl mit 6:3 gewonnen.+++