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Tischtennis-Krimi

FD-Maberzell besiegt Düsseldorf mit 3:2 im "Hexenkessel"

Wangi Xi freut sich, Sharath Kamal Achanta musste sich ihm geschlagen geben.
Fotos: Hendrik Urbin

24.02.2014 / TISCHTENNIS - Freudentaumel in der Hubtex-Arena! Der TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell gewinnt mit 3:2 gegen Rekordmeister Borussia Düsselddorf und zieht an der Tabellenspitze auf und davon. An Spannung war die Partie kaum zu toppen - über drei Stunden Tischtennis vom Feinsten. "Düsseldorf hat sich bei der Aufstellung verzettelt", mutmaßte TTC-Vize-Präsident Claus Dieter Schad nach dem Spiel, "sie haben Achanta auf zwei gestellt und wollten den ersten Punkt gegen Wang Xi holen." Qing Yu Meng machte ein Strich durch die Rechnung: Patrick Franziska auf eins - alles richtig gemacht.



Denn der Fuldaer Youngster hat den ersten Punkt gegen Kamal Achanta geholt. Ein Selbstläufer war dies aber nicht: "Achanta hat deutlich besser aufgeschlagen, weswegen ich lange Probleme hatte", gab Franziska zu. In einem Fünfsatz-Krimi setzte sich der Fuldaer durch: "Am Ende habe ich den kühleren Kopf bewahrt und hatte auch etwas Glück."

Im zweiten Match dann die erste Timo Boll-Show - kurze Info vorweg: Wie zu erwarten hat Timo Boll seine beiden Punkte geholt.  Doch Fuldas Defensivspezialist Wang Xi war auch für den Superstar keine Laufkundschaft. Nach drei Sätzen war der Chinese drauf und dran die ehemalige Nummer eins der Welt zu schlagen, doch Boll zeigte wieder einmal seine Klasse. Mit 11:6 und 11:7 drehte der Westfale die Partie zum Ausgleich.

"Ruwen gegen Christian Süß ist der Knackpunkt", war sich Claus Dieter Schad sicher, "wenn Filus den Punkt holt gewinnen wir." Filus ließ nichts anbrennen un fegte Süß von der Platte. Christian Süß, der auch beim TTC im Gespräch ist, war noch nicht richtig fit. Patrick Baum, der zur neuen Saison nach Fulda wechselt, war mit Rückenproblemen ausgefallen. In der zweiten Timo Boll-Show stand dem Superstar Patrick Franziska gegenüber. "Viele hatten mich vor dem Spiel gefragt, wie das für mich ist gegen meinen zukünftigen Verein zu spielen", verriet Franziska im Gespräch mit ON, "mir war das eigentlich egal. Ich habe einfach alles gegeben." Und das hat man gemerkt: Im zweiten Satz hat er den Superstar mit 11:5 deklassiert. Doch Boll ist einfach eine Klasse für sich. Am Ende hieß es für ihn 3:1 - also Showdown im fünften Match.

Wie es ausging wissen wir: Wang Xi besiegte Achanta mit 3:1 und machte den Sack zu. Der zweite Saisonsieg gegen den Rekordmeister. Damit ist Fulda für die Playoff-Runde im April qualifiziert. "Das Hotelzimmer für das Finale in Frankfurt ist noch nicht gebucht, weil wir noch zwei schwere Spiele im Halbfinale vor uns haben", bremste Claus Dieter Schad ein wenig die Euphorie. Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass Fulda in dieser Saison alle Teams schon geschlagen habe. (Julius Böhm) +++

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