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Alsfelder Schwimmverein

Neujahrsschwimmen: Es ging um Bestzeit, Familienehre und einen schweren Schatz



28.01.2014 / SCHWIMMSPORT - Mit strahlenden Augen und stolz geschwellter Brust präsentiert Jay seinen Eltern die Urkunde: Den dritten Platz hatte er gemacht und war überglücklich. Wie er bekamen viele Kinder am Wochenende eine solche Ehrung, denn der Alsfelder Schwimmverein hatte zum vereinsinternen Wettkampf in das Alsfelder Hallenbad geladen – erstmals unter dem Titel „Neujahrsschwimmen".



Dieses löste das bisherige Nikolausschwimmen ab, wobei Idee, Wettkampfbedingungen und Aktionen die gleichen waren. Nur das Datum hatte sich geändert, um statt in der stressigen Vorweihnachtszeit Familien noch einen Zusatztermin anzubieten eher sportlich ins neue Jahr zu starten.

Die Gelegenheit nutzen über 50 Schwimmerinnen und Schwimmer – im Alter zwischen 5 und 75 Jahren – um sich mit Vereinskameraden im Brustschwimmen, Freistil, Rücken oder in den allseits beliebten Staffel zu messen. Manche Schwimmerinnen und Schwimmer gingen gleich mehrmals an den Start und probierten sich in unterschiedlichen Disziplinen oder über verschiedene Distanzen aus.

Für die Jüngsten unter ihnen war es das erste Mal, dass sie unter „Prüfungsbedingungen" ins Wasser sprangen und somit auf viele Dinge gleichzeitig achten mussten: Richtiger Startsprung – bloß kein Fehlstart hinlegen! – ordentliche Wende, kein Scherenschlag beim Brustschwimmen, je nach Schwimmstil mit einer oder beiden Händen anschlagen und vor allem bei den Staffeln den richtigen Übergang schaffen. Doch der Nachwuchs des ASVs meisterte alles bravourös, die Trainer waren sehr zufrieden. Die Schwimmer selbst auch – denn manch einem gelang eine solche Steigerung, dass er Bestzeit schwamm.

Zum Ende des offiziellen Wettkampfs konnten sich bunt gemischte Staffeln melden, mit jeweils vier Sportlern – die Fun-Ball-Staffel stand an. 4x25m hatten die Teams so schnell wie möglich hinter sich zu lassen und dabei geschickt einen Wasserball vor sich her zu schieben beziehungsweise ihn sogar über Hürden zu werfen. Besonders geschickt stellten sich dabei Max und Felix Wagner, Leopold Pahl und Tim Schneider an, die sich mit einer Zeit von nur 2:12,34 min den ersten Platz sicherten.

Danach folgten die Familienstaffeln. Schon seit Jahren sind diese hart umkämpft, geht es dabei nicht um die einzelne Leistung eines Schwimmers, sondern um „die Familienehre", wie alte Hasen, die früher ehrgeizig mitgeschwommen und heute Funktionsstellen im Verein innehaben, beteuern. Sieben Familien trauten sich in den Wettkampf, bei dem alle Teams aus Mitgliedern einer Familie zu bestehen haben. Nach spannenden Minuten, in denen sich die Schwimmer gegenseitig mit „zieh!" und „schneller!" anfeuerten, entschied die Familie Gläser den Wettkampf schließlich für sich. Dicht gefolgt von den Familien Reibeling und Wagnern auf Platz 2 und 3.

Gegen Ende des Nachmittages – es war schon dunkel in den Erlen und die Siegerehrung mit Urkundenüberreichung war gerade zu Ende – entdeckten die Kinder eine Schatzkiste in der Tiefe des Hallenbades. Zwei ältere Schwimmer erbarmten sich und hoben den Schatz – natürlich unter lautstarker Anfeuerung der Schwimmerschar und letztendlich auch tatkräftiger Unterstützung aller, denn der Schatz war so schwer, dass er gemeinsam mit einem Tau geborgen werden musste. In der Kisten befanden sich Silberlinge, mit diesen „kauften" sich die Kinder „Schatzbeutel", die mit kleinen, süßen Energielieferanten gefüllt waren: Hüftgold. Aber nach den Anstrengungen des Tages, hatten sie sich diese mehr als verdient.+++

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