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"Fast zehn Dippel-Jahre"

Anruf bei Henning-Stammtisch - Zukunft in Wiesbaden - Video

Dippels letzter Arbeitstag im Stadtschloss. Die Koffer werden gepackt.
Alle Fotos: Christian P. Stadtfeld

23.01.2014 / FULDA - Fast zehn "Dippel-Jahre". Er hat Spuren hinterlassen: Dr. Wolfgang Dippel (58). Knapp zehn Jahre war er Bürgermeister von Fulda, engagierte sich stark als Unions-Parteichef im Stadtverband, als Vize der Kreis-CDU und bei vielen sozialen Projekten. Bei der Opposition und in eigenen Reihen hat der gebürtige Nordhesse immer eine hohe Akzeptanz genossen. Das ist als CDU-Mann nicht selbstverständlich. Mit dem Ruf nach Wiesbaden - als Staatsekretär in Sozialministerium - steigt Dippel die Karriereleiter weiter nach oben. "Freitags kam der Anruf von Ministerpräsident Bouffier - abends am Stammtisch beim Henning. Ich war ganz überrascht. Dann musste alles ganz schnell gehen", beschrieb der Ex-Bürgermeister in seinem letzten Interview mit osthessen-news.de. Und damit schließt sich ein Kreis, denn Dippels ertes Interview noch als Bürgermeister-Kandidat führte er am Fuldaer Bahnhof am 27. Januar 2004 ebenfalls mit ON. Am vergangenen Samstag erhielt er in Wiesbaden die Ernennungsurkunde zum Staatssekretär.



Die treuen Seelen im Bürgermeister-Büro - Helma Müller und Petra Ulrich - bedauern den Weggang ihres Chefs sehr. "Er hat uns immer freie Hand gelassen. Wichtig war nur: das Büro musste laufen und die Bürger zufrieden sein. Ein sehr guter Bürgermeister", sagte Helma Müller zu osthessen-news.de. Die Sekretärin ist seit 1978 im Bürgermeister-Büro und hat schon sieben Persönlichkeiten erlebt: Dr. Tilmann Pünder (1971-1980), Lutz von Pufendorf (1981-1984), Dr. Alois Rhiel (1984-1989), Josef H. Mayer (1990-1995), Oda Scheibelhuber (1996-1999), Bernd Woide (1999-2003) und Dr. Wolfgang Dippel (2004-2014).

Am 1. Feburar wird Dippel offiziell im Fürstensaal des Stadtschlosses verabschiedet. Ein Nachfolger ist noch nicht auserkoren. Aber hinter den Kulissen laufen schon erste Gespräche. Alles geheim. In etwa zwei Wochen will sich der Haupt- und Finanzauschuss um die Ausschreibung kümmern. Alle beschäftigt die Frage: kommt der oder die Neue aus der Region oder nicht? Im Sommer soll die Stadtversammlung den Neuen neben Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) und Stadtbaurätin Cornelia Zuschke (parteilos) wählen.

Im VIDEO-Interview mit osthessen-tv.de nahm sich Dippel Zeit für Rückblick und Ausblick. Er sprach über seinen neuen Job, Privates und Herausforderungen. (Christian P. Stadtfeld). +++

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