JUREWICZ-Mord vor 21 Jahren
heute im hr-fernsehen in neuem Magazin "kriminalreport hessen"
19.01.2014 / REGION -
Am 8. August 1992 wurde die damals 32-jährige Marion Jurewicz aus Großenlüder zum Opfer eines Kapitalverbrechens. Sie wurde ermordet auf einem Parkplatz bei Abtsroda in der Rhön aufgefunden. Die junge Frau hatte an diesem Wochenende das Deutsch-Amerikanische Volksfest in Fulda auf dem ehemaligen Kasernengelände besucht, dort befinden sich heute das Behördenviertel Severingstraße und auch das Polizeipräsidium Osthessen. Letztmalig lebend war Frau Jurewicz in den Abendstunden in der Haimbacher Straße gesehen worden. Am frühen Morgen des 8. August 1992 fand ein Schäfer den leblosen Körper unbekleidet und mit Klebeband umwickeltem Kopf auf dem Parkplatz.
Polizei und Staatsanwaltschaft Fulda hatten seinerzeit zusammen mit den amerikanischen Militärbehörden fieberhaft nach dem Täter gefahndet, doch ohne Erfolg. Der Fall ist bis heute nicht geklärt und der Mörder der jungen Frau befindet sich vermutlich auf freiem Fuß. Bereits im Jahr 2010 hatte der Hessische Rundfunk in der Sendung Maintower den Fall aufgegriffen und noch einmal thematisiert - leider ohne neue Hinweise oder Zeugen für die Polizei.
In der Sendung Kriminalreport Hessen, am Sonntag, 19. Januar 2014, ist der Fall noch einmal neu aufgezeichnet worden und wird im regionalen Fernsehprogramm des Hessischen Rundfunks ausgestrahlt. Dabei kommen auch Zeitzeugen zu Wort. Unter anderen schildert der damalige Kommissariatsleiter und zwischenzeitlich pensionierte Erste Kriminalhauptkommissar Eduard Hampl von der Kripo Fulda den Ablauf der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.
Die Polizei greift zu einer sehr ungewöhnlichen Methode und lässt den Zeugen bei Spezialisten in Heidelberg hypnotisieren.Der Mann spricht während der Behandlung von einem dunklen BMW, älteres Baujahr, mit den Kennzeichen KN oder NK. 400 Wagen werden überprüft. Kein Ergebnis. Auch fast 22 Jahre nach der grauenvollen Tat ist sich die Polizei Fulda sicher, den Täter eines Tages zu fassen. Vielleicht hat er sich einem Freund anvertraut. Für Ferrnsehzuschauer und Hinweisgeber ist die Polizei während und nach der Sendung unter Telefon 0661 / 105-0 erreichbar.
Das hr-fernsehen startete am 12. Januar ein neues Kriminalmagazin. An zunächst vier Sonntagen präsentiert Moderator Robert Hübner den „Kriminalreport Hessen". Dabei können sich die Zuschauer bei Fahndungsaufrufen zu aktuellen Kriminalfällen an der Verbrechersuche beteiligen. Außerdem zeigt die Sendung aktuelle brisante Fälle von Alltagskriminalität und wie sich die Hessen davor schützen können. Dazu bietet der „Kriminalreport Hessen" außergewöhnliche Einblicke in den vielfältigen Bereich kriminalistischer Arbeit und blickt zurück auf die spektakulärsten hessischen Verbrechen der Vergangenheit. +++