"Ich bin Marathonläufer"
SOMMERLAD kämpft weiter für Millionen-Neubau
11.12.2013 / FULDA -
Das Sommerlad-Projekt beschäftigt weiter die Region Osthessen. Der Gießener Unternehmer Frank Sommerlad will 30 Millionen Euro in den Neubau einer Möbelstadt investieren, 100 neue Arbeitsplätze schaffen und die 28-jährige Tradition im Kreis Fulda fortführen. "Ich kämpfe für meine Mitarbeiter und mein Unternehmen", sagte Sommerlad am Dienstagabend in einem Interview mit osthessen-news.de und bezeichnete sich als "Marathonläufer". In den letzten Monaten habe er stark gekämpft und durch viele logische Argumente überzeugt.
Zur aktuellen Lage erklärte er: "Ich freue mich über die Entscheidung, dass ein neues Gutachten in Auftrag gegeben wird." Sommerlad bedankte sich bei allen Beteiligten - vor allem aber den politischen Meinungsbildnern - für diesen "wichtigen Schritt". Mit dem neuen Gutachten wird das "hochkomplexe Thema auf neutrale Füße gestellt". Ziel sei es immer, die Diskussion zu versachlichen. "Aufklärungsarbeit steht im Mittelpunkt."
Der Unternehmer erhofft sich von der Analyse sehr viel. "Sie soll die Basis für langjährige Standortentwicklungen darstellen." Heutzutage habe man es mit immer schnelleren, gravierenden Marktveränderungen zu tun. Ein Hauptgrund: auf dem deutschen Möbelmarkt dominieren zunehmend große Konzerne. "Das ist nicht gerade positiv, aber Realität", so Sommerlad, der von "ruinösem Wettbewerb" in der Region Osthessen nichts wissen will. "Davon sind wir weit entfernt."
Größeren Einflussbereich für "Markt der Zukunft"
Laut Sommerlad erfordert es "der Markt der Zukunft", die Einflussgebiete für wichtige Kunden zukünftig zu vergrößern. "Damit ist gemeint, das Gebiet in dem das eigene Marketing wirkt, natürlich begrenzt und eingeschränkt durch konkurrierende Zentren. Diese Einschränkung muss und kann durch die Stärke des eigenen Standortes verringert werden". Die von Sommerlad zur Verfügung gestellte Grafik (unten) zeigt den derzeitigen Einflussbereich der Stadt Fulda (grau) laut GMA-Gutachten und den notwendigen für die Zukunft (rot), um nicht den großen Möbelkonzernen den Standort Fulda zu überlassen.
Für kommende Woche- voraussichtlich Freitag, 20. Dezember - kündigte der Unternehmer im ITZ Fulda eine Pressekonferenz an. Ein zentraler Punkt wird das Thema Handel sein. Die beiden erfahrenen, unabhängigen Experten - die Professoren Christian Behrends und Lutz H. Schminke (beide Hochschule Fulda) - werden die komplexen Zusammenhänge erklären. Sommerlad wird auf die Entwicklung des Möbelmarktes eingehen und erläutern, wie sich dieser in den nächsten zwei bis fünf Jahren entwickelt. (Christian P. Stadtfeld). +++