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Zwei Niederlagen für die Lauterbacher Luchse

Bitteres 6:7 im Hessenderby gegen Kassel

Ein Sieg wäre so wichtig gewesen...

10.12.2013 / EISHOCKEY - Im Endspurt der Vorrunde der Eishockey RL West mussten die Lauterbacher Luchse innerhalb von 48 Stunden ausgerechnet gegen zwei Topteams der Liga antreten. Um die Chance auf eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga West zu wahren, hätte den Luchsen ein Sieg aus den beiden Partien sehr gut getan. Doch am Ende standen zwei, mehr als unglückliche Niederlagen für die Luchse auf der Anzeigetafel.


Zum Auftakt des Doppelwochenendes mussten die Luchse zum Tabellenführer der Regionalliga West, den Kassel Huskies 1b, zum Hessenderby reisen. Hier entwickelte sich von Anfang an ein echter Krimi auf dem Eis. Vor rund 250 Zuschauern schenkten sich beide Teams am Nikolaustag nichts. Von Beginn an kämpften Luchse und Huskies um jeden Zentimeter Eis und gingen kompromisslos zu Werke. Die etwa 60 mitgereisten Fans der Luchse, sahen vom ersten Bully an eine siegeswillige Luchse Mannschaft, die diesen Sieg unbedingt wollte.

Als Kassel in der 6. Spielminute eine Strafzeit erhielt, schlugen die Luchse, in Person von Pierre Kracht, das erste mal an diesem Abend zu.  Als Kassel kurz darauf erneut mit einem Mann weniger spielen musste, war es Jens Feuerfeil, der auf Zuspiel seines Bruders Horst das 2:0 für die Luchse nachlegte. Allerdings zeigten sich die Huskies von den beiden frühen Gegentoren wenig beeindruckt und kamen durch zwei Tore in der zehnten durch Hilgenberg und durch den ehemaligen Lauterbacher Spieler Kalb in der 14. Spielminute, zum Ausgleich. Doch die Luchse machten genau so weiter wie sie angefangen hatten und setzen die Kasseler Defensive gewaltig unter Druck. Innerhalb von vier Minuten hatten die Luchse sechs hochkarätige Chancen auf dem Schläger, schafften es aber in dieser Phase nicht, den starken Kasseler Schlussmann zu überwinden. Als ausgerechnet in dieser heißen und druckvollen Phase, Lauterbachs Marcel Patejdl seine Nerven nicht im Griff hatte und sich eine 5 Minuten+Spieldauerdisziplinarstrafe abholte, schlugen die Huskies durch einen weiteren Ex-Lauterbacher eiskalt zu. Kassels Topscorer Ernst Reschetnikow brachte seine Huskies in Überzahl mit 3:2 erstmals in Führung.

Mit diesem knappen Ergebnis ging es ins zweite Drittel. Hier waren die Huskies, auf Grund der fünf Minuten Strafe gegen Patejdl, noch in Überzahl in der 22. Spielminute erneut erfolgreich und erhöhten auf 4:2. Doch nur zwei Minuten später waren die Luchse den Huskies wieder auf den Fersen. Der kanadische Blueliner Jake Fardoe erzielte in der 24. Spielminute den 3:4 Anschlusstreffer für die Luchse. Die Lauterbacher Kufencracks machten weiter Druck aufs Tor der Schlittenhunde, ohne jedoch den hochverdienten Ausgleich zu erzielen. Die Huskies dagegen spielten zu diesem Zeitpunkt immer einen Tick cleverer als die Luchse und erzielten in der 30. Spielminute den Treffer zum 5:3. Trotz des erneuten Rückschlages gaben sich die Luchse aber nicht auf und rackerten weiter. Auf Zuspiel von Naumann, war es erneut Torjäger Pierre Kracht der in der 33. Spielminute, mit seinen zweiten Treffer an diesem Abend, die Luchse und die mitgereisten Fans jubeln ließ. 4:5 aus Sicht der Luchse und die Partie war wieder offen. Doch der wohl routinierteste Spieler der Liga, Stephane Robitaille, war nur drei Minuten später für die Huskies erfolgreich und schoss sein Team zum 6:4 in Führung.

Somit hieß es für die Luchse im letzten Drittel alles oder nichts. Die Lauterbacher spielten mit hoher Einsatzbereitschaft und Vollgas auf den Anschlusstreffer, kämpften um jeden Puck, jedoch ohne das notwendige Glück auf ihrer Seite zu haben. Als Kassel in der 47. Spielminute erstmals in diesem Spiel eine drei Tore Führung erzielte, schienen die Luchse geschlagen. Aber unter Trainer Roger Nicholas geben sich die Luchse erst nach 60 Minuten geschlagen und nicht vorher. Im Gegenteil, die Luchse verschärften das Tempo noch einmal und befeuerten das Kasseler Gehäuse aus allen Lagen. Als dann der pfeilschnelle Verteidiger der Luchse, Emanuel Grund, in der 49. Spielminute auf 5:7 für die Luchse verkürzte, nahm die Partie nochmals mächtig Fahrt auf.

Die Luchse schnürten die Huskies in deren Drittel phasenweise ein und schafften durch Jens Feuerfeil, in der 54. Spielminute den zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für möglich gehaltenen Anschlusstreffer zum 6:7. Vor dem Kasseler Tor brannte es nun lichterloh. Als nach einem Schuss von Paul Schmelzer, dem Ausgleichstreffer, der Pfosten des Kasseler Tores im Weg stand, hatten die Fans den Jubelschrei schon auf den Lippen. Die Luchse gaben nicht auf. Zwei Minuten vor Ende des Spiels, nahm Trainer Nicholas den starken Lauterbacher Goalie Sebastian Grunewald, zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Als dann 20 Sekunden vor Schluss Jens Feuerfeil aufs Tor feuerte aber wiederum das Metall des Tores den Treffer verhinderte, war klar, es sollte an diesem Abend einfach nicht sein. Trotz dieser schmerzlichen Niederlage, konnten die Luchse erhobenen Hauptes das Eis verlassen.

Statistik des Spiels:
0:1 (6.) Kracht; 0:2 (9.) J. Feuerfeil; 1:2 (10.) Hilgenberg; 2:2 (14.) Kalb; 3:2 (19.) Reschetnikow; 4:2 (22.) Berendt; 4:3 (24.) Fardoe; 5:3 (30.) Schädel; 5:4 (33.) Kracht; 6:4 (36.) Robitaille; 7:4 (47.) Hilgenberg; 7:5 (49.) Grund; 7:6 (54.) J. Feuerfeil. +++

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