Verdienter Mediziner und Kunstliebhaber

Prof. Dr. Hellmut NIETH (91) verstorben



08.12.2013 / FULDA - Der langjährige Direktor und chefarzt der Medizinischen Klinik I des Klinikums in Fulda, Prof. Dr. Hellmuth Nieth, ist - wie erst jetzt bekannt wurde -  am 26. November im Alter von 91 Jahren verstorben. Er war als Internist 1968 mit dem Schwerpunkt Nephrologie an das Klinikum Fulda berufen worden. Seine besonderen Verdienste bis zum Ausscheiden im Jahre 1988 waren der Aufbau der Langzeitdialyse und - wie es in Würdigungen heißt - "seine Weitsicht bei der Entwicklung der internistischen Schwerpunkte am Klinikum Fulda". Nieth habe in mehr als 20 Jahren "maßgeblich zur Enwicklung des Klinikum und seiner zukunftsorientierten Ausrichtung" beigetragen.


In einem gemeinsamen Nachruf von Klinikum-Vorstand, Aufsichtsrat sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird besonders die Vorbildfunktion von Prof. Nieth hervorgehoben. Mit seiner vorbildlichen Berufsauffassung und einem hohen Maß an Veranwortung und Fachwissen sei er stets ein Vorbild für die Mitarbeiterschaft gewesen. Mit beispielhafter Hingabe habe der Verstorbene in seiner aktiven Zeit die Aufgaben erfüllt, die ihm Berufung, Lebensinhalt und Verpflichtung gewesen seien.

Hinzu komme, dass sein ärztliches und wissenschaftliches Wirken weit über die Region Fulda hinaus Beachtung gefunden habe. Bei allen Mitarbeitern, Kollegen und Patienten sei Nieth gleichermaßen hoch geschätzt und geachtet als eine Persönlichkeit, die medizinischen Können immer mit menschliche Zuwendung verbunden habe.

Prof. Nieth war 1922 in Lörrach geboren, studierte in Freiburg und wurde 1967 unter 18 Bewerbern von einer Auswahlkommission  auf die Fuldaer Chefarztstelle berufen. Im Laufe der Jahrfe veröffentlichte er mehr als 140 medizinische Aufsätze. 1985 erhielt
Prof. Nieth für seine Verdienste die Dr. Richard-Hammer-Medaille der Landesärztekammer Hessen. 

Aber auch im Ruhestand war Prof. Nieth viele Jahre noch aktiv. Bereits in seiner Chefarztzeit widmete er sich als Hobby dem so genannten "weißen Gold" und vor allem Porzellan aus "fuldischer Produktion" während der Barockzeit. Ein großer Teil der "Nieth’schen Sammlung" befindet sich bereits seit August 1995 in den Spiegelsälen des Fuldaer Stadtschlosses als Dauerleihgabe. Professor Nieth betonte damals bei der offiziellen Übergabe der Porzellansammlung, er habe sich in Fulda sehr wohl gefühlt. Mit der der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Sammlung wolle er den Bürgern, dem Oberbürgermeister und den Gremien der Stadt Fulda danken (Lesen dazu auch den ON-Bericht aus dem Jahre 2005). Alle sollten an der Schönheit des Porzellans teilhaben (ma)  +++

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