Attraktive Sprunganlage, modernste Technik - Bergwinkelbad wiedereröffnet
16.11.2013 / SCHLÜCHTERN -
Nach zweijähriger Umbauzeit hat Bürgermeister Falko Fritzsch am Samstagvormittag das Schlüchterner Hallenbad wiedereröffnet. Es trägt den Namen Bergwinkelbad und steht der Bevölkerung des Altkreises Schlüchtern und den Schulen der Umgebung zur Verfügung. „Wir wollten keine Therme bauen und in Konkurrenz zu den Nachbarstädten treten, sondern ein Sport- und Schulbad erhalten", berichtete der Rathauschef.
Die Schulnähe sei auch der Grund gewesen, die Pläne, das sanierungsbedürftige Hallenbad abzureißen und auf dem Gelände des Freischwimmbades ein Kombibad zu errichten, zu überdenken und schließlich zu verwerfen. Das Bad habe eine attraktive Sprunganlage mit Drei- und Einmeter-Brett und Startblöcken. 27 Schulklassen hätten sich bereits zum Schwimmunterreicht angemeldet. Dies zeige, welch große Bedeutung das Bad für den Altkreis Schlüchtern habe.
„Der Magistrat wird in Ruhe über den Familientarif nachdenken", will Fritzsch sich für sozialverträgliche Eintrittspreise stark machen. Der Einzeleintritt kostet für Erwachsene vier Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren 2,50 Euro.
Die ersten Planungen hätten vorgesehen, dass das Hallenbad im Winter geöffnet bleibe und nur in der Sommersaison umgebaut werde. Doch dazu notwendige Sicherheitsauflagen hätten die Betriebskosten in die Höhe getrieben, daher sei das Bad von der Winterzeit 2011/12 bis jetzt geschlossen geblieben. In dieser Zeit sei das Dach, die Glasfassade, Lüftungs- und Heizungssystem erneuert worden. Dusche und WC seien behindertengerecht umgebaut worden und die Cafeteria neu gestaltet worden.
Dr. Nicole Riedle vom Planungsbüro Balneatechnik in Wiesbaden erläuterte die technischen Neuerungen wie ein Edelstahl-Vollausstattung des Beckenbodens, die moderne Badewasseraufbereitungsanlage und die moderste Elektrotechnik. Architekt Stefan Lang erläuterte die brandschutztechnische Sanierung und die Farbgestaltung mit dezentem Orange als Kontrast zum eher kalten Touch des Edelstahls. Schwimmmeister Wolfgang Schröder wies darauf hin, dass mit einer Wassertiefe von über vier Metern auch eine DLRG-Rettungsschwimmerausbildung möglich sei. „Wir haben im oberen Kinzigtal auch eine richtige kleine Talentschmiede an Schwimmern und Turmspringern", ist der Schwimmmeister froh, dass endlich wieder geschwommen wird." (Dietmar Kelkel)+++
Fotos: Dietmar Kelkel