Trotz "Bauchlandung" Spitze - CDU gegen MÖLLER-Kritik wegen SOMMERLAD
16.11.2013 / FULDA -
"Die Zukunft wohnt in der Region Fulda und die ist schwarz." Nicht weniger heroisch hätte Stadtverbandvorsitzender Dr. Wolfgang Dippel seine Bilanzrede 2013 zur Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Fulda formulieren können. Er selbst wurde am Freitagabend mit 93, 9 Prozent in seine dritte Amtsperiode wiedergewählt. Von 82 bekam er 77 Ja-Stimmen in der Lehnerzer Grillenburg. Neben Dr. Albert Post als Vize mit 72 Ja-Stimmen, wurden die Jungpolitikerinnen Esther Schmitt-Eckart (71 Stimmen) und Helena Walz (61 Stimmen) in den Vorstand gewählt.
"Wir sind nur durch das Engagement unserer Mitglieder so gut", sagte Dippel in Erinnerung an die erfolgreichen Wahlen im Herbst 2013. "Die Bürger haben unsere Erfolge anerkannt. Trotz dieses riesigen Erfolges dürfen wir nicht abheben, arrogant werden oder alles auf die leichte Schulter nehmen.", so der Vorsitzende. Der Schlüssel zum Erfolg sei die gute Zusammenarbeit unter den Politikern auf kommunaler und auf Landesebene, die sich darin zeige, dass die Parteimitglieder trotz Diskussionen am Ende zusammenstehen.
Trotzdem gäbe es bis zu den Kommunalwahlen 2016 einiges zu tun: man müsse immer wieder Bilanz ziehen, die U3-Betreuung solle angekurbelt, die Hochschule gefördert und junge Menschen nach Fulda gelockt werden. Es sei Aufgabe der starken Partei, bei den Bürgern zu sein und deren Anliegen und Probleme aufzugreifen und anzugehen. Man müsse zudem Signale setzen, "auch wenn man bei einem Thema als Kommunalpolitiker auch mal eine Bauchlandung hinlegen kann", so Dippel, der damit auf die hitzigen Diskussionen rund um das Fuldaer Nachtleben anspielte.
"Und wenn sich bei Themen wie Sommerlad, die Medien auf unseren Oberbürgermeister Möller einschießen, dann müssen wir uns als Fraktion eben davorstellen", erklärte der Fuldaer Bürgermeister. Es sei wirklich keine einfache Entscheidung, aber sie sei von der Partei gemeinsam zu tragen - so wie alle bisherigen Entscheidungen. (ba) +++