Stadtmarketing fordert Besonnenheit - "Größte Sorge um die Festspiele"
Archivfoto: Gerhard Manns
05.11.2013 / BAD HERSFELD - Der Vorstand des Stadtmarketingvereins Bad Hersfeld reagiert mit größter Sorge auf die augenscheinliche Bedrohung der Festspiel-Saison 2014. In einer Pressemitteilung werden Bürgermeister, Intendant und alle Fraktionen im Stadtparlament zur Besonnenheit aufgefordert. Eine weitere Zuspitzung der öffentlichen Auseinandersetzungen, wie sie derzeit zu befürchten sei, stelle in der bereits begonnenen Vorbereitungsphase der nächsten Spielzeit ein unkalkulierbares Risiko dar. Schon heute seien viele potenzielle Festspielgäste verunsichert.
„Die Festspiele stehen nicht nur für den noch immer herausragenden Ruf Bad Hersfelds als Kulturstadt", erklärt 1. Vorsitzender Achim Kniese. Er verweist zudem auf die große wirtschaftliche Bedeutung der Festspiele für Handel und Gastronomie sowie als Standortfaktor auch für Industriebetriebe. Nach seinen überschlägigen Ermittlungen sorgen die Festspiele mit ihren Besuchern in einer Größenordnung von über vier Millionen Euro jährlich für eine umsatzrelevante Umwegrentabilität. Er stützt sich dabei auf Daten des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr.
Der Stadtmarketingverein regt konkret an, dass sich der Ältestenrat in vertraulicher Beratung unter Beteiligung aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen gemeinsam mit dem Magistrat um sachliche Lösungen bemüht. Die augenscheinlich verfahrene Situation mit dem unübersehbaren Dissens zwischen Intendant und Bürgermeister müsse umgehend geklärt werden. Es gelte vordinglich die kommende Festspiel-Saison, letztlich aber die Festspiele überhaupt in ihrem Bestand zu sichern. +++