Druck von Plakaten & Flyern, aber keine Fortschritte beim Festspielmarketing
Foto: Sabrina Ilona Teufel
31.10.2013 / BAD HERSFELD -
Die guten Nachrichten vom Bad Hersfelder Kurdirektor Christian Mayer vorweg: Die neuen Flyer sind bereits in Druck gegangen und die Plakate folgen in wenigen Tagen. Zumindest was die Werbung im Papierformat angeht, laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison der Bad Hersfelder Festspiele also „auf Hochtouren". Das sind ganz aktuelle Informationen, die am gestrigen Dienstagabend Kommunalpolitiker auf einer Sitzung des Stadtverordneten-Ausschusses erhielten.
Doch bis der Magistrat der Stadt Bad Hersfeld und die Intendanz der Festspiele an diesen Punkt gelangen konnten, war es ein langer Weg. Im April war der Auftrag des Magistrats ergangen, für die Plakatgestaltung der Festspiele in der Stiftsruine eine neue Werbeagentur zu finden. Sechs regionale Agenturen bewarben sich mit ihren Entwürfen für fiktive Stücke. Ein Gremium bewertete die eingereichten Entwürfe. Kernelement der Entwürfe, so lautete dabei eine der wesentlichen Vorgaben, sollte die Abbildung der Stiftsruine sein, da diese die direkte Erkennbarkeit der Festspiele sicherstelle. Die inhaltlichen Vorgaben der Plakatgestaltung legte die Intendanz der Festspiele fest, den Rahmen für die Intendanz gab der Magistrat vor. Am Ende des Auswahlprozesses setzte sich der Entwurf der Bad Hersfelder Werbeagentur roe-Designz durch.
Da Marketing nun aber mehr als nur die Herstellung von Flyern und Plakaten erfordere, musste Bürgermeister Thomas Fehling den guten Nachrichten in der Ausschusssitzung zum Festspielmarketing weit weniger erfreuliche Nachrichten folgen lassen. In Bezug auf die Verteilung der Marketingaufgaben habe es bisher noch immer keine finale Abmachung gegeben. „Wir kommen partout nicht auf einen Punkt", lautete Fehlings ernüchterndes Fazit. Man wisse bis heute nicht, wie das Marketingproblem gelöst werde. Höchstwahrscheinlich würde das Marketing zwar von der Stadtverwaltung übernommen, aber die Verhandlungen zwischen Intendanz und Magistrat verliefen noch immer sehr zäh.