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Besonderes Nordic-Walking-Erlebnis: Siebenter Vollmond-Lauf in Neuhaus

Viel Spaß hatten die Teilnehmer am nunmehr 7. Vollmond-Lauf in Bad Neustadt. Foto Partl

22.10.2013 / BAD NEUSTADT - NEUHAUS. Es war schon etwas kühl aber trocken: Ideales Wetter also für den bereits siebenten Vollmond-Lauf in Bad Neustadt – dem besonderen Nordic-Walking-Erlebnis, zu dem die Tourismus und Stadtmarketing Bad Neustadt GmbH am Freitagabend eingeladen hatte. Das Motto: „LaufSpaß pur und das nicht nur für Mondsüchtige". Christel Lux registrierte stolze 95 Teilnehmer, damit war auch Susanne Kaiser hochzufrieden. Die beiden Damen vom Team der Tourismus und Stadtmarketing GmbH betreuten die Läufer. Als Mitveranstalter fungierte von Anbeginn das Haus Intersport Pecht, das für die bei Dunkelheit nötigen Stirnlampen und weitere Ausrüstungsgegenstände sorgte.


„Wir sind nur knapp an der angepeilten 100-Personen-Marke vorbeigeschrappt" bedauerte Kurdirektorin Anja Hildmann lächelnd, letzteres aber, weil sich die Teilnehmerzahl gegenüber den Vorjahren deutlich erhöht hatte. Nur zu Beginn beim ersten Vollmondlauf 2006 waren weit über 100 Interessenten in den Kurpark gekommen. Ob Wissenschaftler, Astrologen oder Esoteriker: Sie alle seien sich einig darüber, dass der Mond Einfluss habe auf den blauen Planeten Mutter Erde und damit auf alles Leben, so die Kurdirektorin, gleichzeitig Geschäftsführerin der Tourismus und Stadtmarketing GmbH. Bestens und für jedermann ersichtlich sei wohl, dass der Mond durch seine Anziehungskraft die Gezeiten, Ebbe und Flut regelt.

Einig waren sich auch die Teilnehmer beim Vollmondlauf, dass der Mond sehr wohl Einfluss nehme auf menschliches Leben. Nicht wenige berichteten beispielsweise von schlaflosen Nächten um die Zeit des Vollmondes. Selbst der anwesende Pecht-Chef Horst Dömling erzählt voll überzeugt zu sein, von Kraft und Magie des Mondes. Seine ganz privaten gärtnerischen Tätigkeiten jedenfalls richte er schon von jeher nach den Mondzyklen aus, womit er stets sehr gut gefahren sei. Wohl weniger bekannt sein dürfte, dass ganze Kontinente die Anziehungskraft des Mondes zu spüren bekommen. Wissenschaftlicher berichten, dass sich Kontinente mitunter bis zu 26 Zentimeter senken und wieder heben. In ihrer kurzen Begrüßung wünschte Anja Hildmann den Teilnehmern viel Freude, denn der Vollmond lasse Kostbarkeiten am Wegesrand entdecken, die plötzlich in ganz anderem Licht erscheinen. Der Vollmond-Lauf bilde zwar den krönenden Abschluss der Nordic-Walking-Saison, mit entsprechender Kleidung könne man diese Sportart natürlich das ganze Jahr über betreiben, erinnerte Susanne Kaiser.

Doch zunächst stand ein gemeinsames Aufwärmtraining vor dem Kurhaus auf dem Programm. Vor den Läufern stand eine Strecke von gut sieben Kilometern Länge, aufgrund der hohen Starterzahl wurden die Läufer in drei verschiedene Gruppen unterteilt. Mit Moni und Gitte Zintl sowie Toni Keidel standen drei ausgebildete Nordic-Walking Trainer zur Verfügung, wobei Keidel zusätzlich über die DSV-Anerkennung verfügt. Damit sich auch niemand in der Dunkelheit verläuft, unterwegs die Stadtführer Monika Iffert und Ernst Hellwig zur Seite. Schon beim Aufwärmtraining verbreitete sich Spaß und deutlich sichtbare Vorfreude untereinander. Vom inzwischen recht dunklen Kurpark aus verließen ihn die Läufer über den Salzburgweg und weitere historische Wege zum Herschfelder Fischerhaus. Der Vollmond war beim Lauf durch den Herschfelder Wiesengrund schon in voller Größe und in gespenstischem Gelbweiß zu bewundern.

Danach ging es in Richtung Hohntor, wer wollte, umrundete noch schnell die etwa 1,2 Kilometer lange Stadtmauer von Bad Neustadt. Dort war eine kleine Pause mit Getränkestation eingerichtet. Nicht wenige nahmen dabei auch die Möglichkeit wahr, mit Stadtführer Josef P. Öechsner das Hohntor zu erklimmen. Von oben bot sich ein besonders schöner Anblick über die Dächer von Bad Neustadt und auf den Vollmond mit den prächtigen blauroten Schlieren am Abendhimmel, die erfahrungsgemäß kältere Temperaturen vorhersagen. Mit zarten fünf Jahren zählte Max Dietze, begleitet von seiner Großmutter Gesine (Unsleben) als jüngster Teilnehmer, während Ernst Helwig (Brendlorenzen) mit stolzen 79 Jahren als Ältester aktiv mit unterwegs war. Wieder zurück im Kurhaus im Stadtteil Neuhaus angekommen gab es nach dem obligatorischen Cool down noch reichliche Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch und zum pläuscheln. Dass sich der Gesprächsstoff hauptsächlich um die Sportart Nordic Walking drehte war wohl selbstverständlich. Freuen dürfen sich alle Anhänger des Vollmondlaufes auf eine Neuauflage im kommenden Jahr, versichert eine hochzufriedene Kurdirektorin.(ger)+++

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