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Bundesliga-Premiere für Wasserfreunde Fulda: Samstag kommt Potsdam

Das Team des SC Wasserfreunde Fulda startet am Samstag in die Deutsche Wasserball Liga.

17.10.2013 / WASSERBALL - Sie sind neuer Bundesligist und freuen sich auf die Premiere am Samstag, 19. Oktober 2013 um 19 Uhr im Sportbad Ziehers: Die Rede ist von den Wasserballern des SC Wasserfreunde Fulda. Nach dem Aufstieg in das Oberhaus haben sich die Fuldaer den Klassenerhalt als Ziel gesetzt. Am ersten Spieltag heißt der Kontrahent OSC Potsdam. Mit den heimischen Fans im Rücken wollen die Wasserfreunde das Sportbad in einen Hexenkessel verwandeln und einen erfolgreichen Saisonstart hinlegen.



Lesen Sie zur Einstimmung den Bundesliga-Vorbericht der Deutschen Wasserball-Liga: 

Eine Besonderheit wird die 38. Saison der Wasserball-Bundesliga in jedem Fall aufbieten: Erstmals seit 20 Jahren geht nicht der nationale Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 in die neue Spielzeit der Deutschen Wasserball-Liga (DWL), die am kommenden Wochenende mit acht Partien in Stuttgart, Berlin, Krefeld-Uerdingen, Duisburg, Fulda und Neustadt/Weinstraße beginnt, als der Gejagte ins Rennen. Der ASC Duisburg konnte im vergangenen Jahr den sieggewohnten Berliner in Meisterschaft wie auch Pokal jeweils den Titel entreißen und ist auch in der in der in Startlöchern stehenden Saison erneut mehr als nur ein Medaillenkandidat.Spandau 04 geht nach der national wie international enttäuschenden Vorjahressaison mit einer Reihe von personellen Veränderungen und auch einem neuen Trainer, dem früheren ungarischen Andras Gyöngyösi, in die neue Spielzeit und wird auch wieder von acht der 16 Erstligatrainer als Titelkandidat „Nummer eins" bei der Ermittelung des 93. deutschen Wasserball-Meisters der Männer seit 1912 gehandelt.

Allerdings müssen die Spandauer eine Reihe personeller Wechsel, darunter auch Abgänge, verkraften. Titelverteidiger ASC Duisburg kann dagegen großflächig auf das gut eingespielte Stammpersonal des Vorjahres, darunter auch fünf WM-Teilnehmer, muss nach einer auch psychologisch auf hohem Niveau geführten Saison, mit der auch die Schließung des heimischen Schwimmstadions überwunden werden konnte, nun mit der Rolle des Gejagten leben.Vielleicht gibt es unter den 16 Vereinen auch erstmals seit langen Jahren auch wieder einen Dreikampf an der Spitze des deutschen Wasserballs: Der Vorjahresdritte Waspo 98 Hannover vermeldet gleich fünf interessante Neuzugänge und verbucht auch zwei der 16 Stimmen bei der Umfrage in Sachen Meistertitel. Die Niedersachsen hatten in der Champions League bereits zwei ansprechende internationale Auftritte und wollen mit dem in Breite wie auch Spitze verbesserten Kader näher an Duisburg und Spandau, die seit 2007 alle Finalpartie bestritten haben.

Damit könnte sich der Abstand zwischen den Medaillengewinnern der vergangenen drei Jahre und der Konkurrenz vielleicht sogar noch weiter vergrößern. Großer Vorteil der 2006 eingeführten 16er-Liga mit den zwei leistungsmäßig getrennten Gruppe anhand des sogenannten „italienischen Modells" ist jedoch, dass es für fast alle Vereine ziemlich lang um etwas geht. So kämpfen die Vereine in dem breiten Mittefeld auch um den Verbleib in der A-Gruppe den „Aufstieg" dorthin. Die Ausscheidungsspiele zwischen unter den vier der A-Gruppe und den Top vier der B-Gruppe zählten bereits zu den Höhepunkten, und die Verlierer müssen zudem anschließend bei den sogenannten Play-downs in einem weiteren Play-off-Format dann auch noch den Klassenverbleib einfahren.

Im Frühjahr konnten mit dem SSV Esslingen, den White Sharks Hannover und der SG Neukölln sogar gleich drei B-Gruppen-Vertreter den Sprung in die Play-offs und die Runde der oberen Acht schaffen, was dort auch für einige sportliche Durchmischung sorgt.Bei der Frage nach den vermeintlichen Absteigern gibt es ein fast einmütiges Votum mit den Namen der beiden Aufsteiger SVV Plauen und Wasserfreunde Fulda. Dazu wurde der Name Duisburger SV 1898 drei Mal genannt und ferner noch die SV Krefeld 1972 und SC Neustadt.

Die beiden Neulinge aus Hessen und Sachsen konnten auch personelle Verstärkungen verstärken und haben in der Saisonvorbereitung ihre Gefährlichkeit angedeutet. Fulda gilt zudem mit seinem wasserballfreundlichen 33-Meter-Becken auch in Sachen Fanunterstützung als ein Geheimtip der Liga. Plauen ist nach dem SC Magdeburg, ASC Brandenburg (beide inzwischen wieder abgestiegen) und dem OSC Potsdam der vierte Erstligaverein aus den neuen Bundesländern, in denen der Wasserballsport zu DDR-Zeiten einen recht schweren Stand hatte.Von den 16 Vereinen und Startgemeinschaften der neuen Saison gehörten sechs (Spandau 04, SV Cannstatt, ASC Duisburg, Duisburger SV 98, SSV Esslingen und SC Neustadt), der Bundesliga bereits an, als diese im Frühjahr 1970 in den beiden regionalen Neunergruppen Nord und Süd ihren Spielbetrieb aufnahm.

Zwei von ihnen haben es in dieser Zeit geschafft, niemals absteigen zu müssen: Spandau 04 und ASC Duisburg genießen den Ruf des Stammgastes. Bereits zum achten Mal in Serie ist Berlin mit drei Vereinen erstklassig; aus Duisburg, Hannover und Krefeld kommen je zwei Vertreter. In der aktuellen Saison gehen immerhin Teams aus neun Bundesländern an den Start, dank des Plauener Aufstiegs erstmals auch Sachsen und nach gut drei Jahrzehnten auch wieder Hessen. Kurios: In den A-Gruppe gibt es nach den Verschiebungen des Vorjahres gleich vier Paare mit Derbykonstellation: Zu je zwei Klubs aus Berlin und Hannover gesellt sich weiter das niederrheinische Duo Duisburg/Uerdingen sowie nach einjähriger Pause wieder gemeinsam die beiden württembergischen Vertreter SV Cannstatt und SSV Esslingen. (Wolfgang Philipps, Deutsche Wasserball Liga) +++

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