Debatten über Klimaschutz und Emissionhandel
Hohe Landesschüler bei Simulation des Europäischen Parlaments
Foto: Privat
06.11.2026 / HANAUZ/STRAßBURG -
Fünf Schüler der Hohen Landesschule Hanau (HOLA) haben Ende Oktober bei der SimEP 2026 mitgemacht, einer Simulation des Europäischen Parlaments. Als Abgeordnete verschiedener Länder und Fraktionen haben sie über Klimaschutz und den europäischen Emissionshandel debattiert.
Die fünf Schüler sind Alae El Khadir Jkaou, Henri Gottschalk, Julius Konstantin Klose, Renata Ruf und Florian Sohns aus den Jahrgangsstufen 11 und 12. Was sie gemeinsam haben: sie interessieren sich für Politik, Geschichte und Wirtschaft. Und sie sind im Unterricht von HOLA-Lehrer Stefan Prochnow, der die Teilnahme an der SimEP organisiert hat.
Die SimEP wird seit mehreren Jahren von den "Jungen Europäischen Förderalist Berlin-Brandenburg" organisiert und findet normalerweise alljährlich im November im Berliner Abgeordnetenhaus statt. Aufgrund der Wahlen im Land Berlin stand das Berliner Landesparlament nicht zur Verfügung, dafür aber der Brandenburger Landtag im rekonstruierten Potsdamer Stadtschloss. Fast 100 Jugendliche aus ganz Deutschland nahmen während der Simulation eine ihnen zugeloste Rolle ein. Die HOLA stellte unter anderem drei Abgeordnete der Fraktion der "Progressiven Allianz der Sozialdemokraten" im simulierten Europäischen Parlament aus Frankreich, Italien und Spanien.
Inhaltlich ging es um eine komplexe Thematik: einen Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und Rates für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten. HOLA-Schüler Julius Klose sagt: "Die größte Herausforderung war die Kommunikation innerhalb der Fraktion. Manchen war auch nicht klar, ob die Position des Landes entscheidend ist oder ob wir uns an der Fraktionsmeinung orientieren. Die gemeinsame Arbeit in den Ausschüssen und im Plenum, das Ringen um Formulierungen und Kompromisse hat aber sehr viel Spaß gemacht."
Insgesamt ziehen die Schüler ein positives Fazit. "Die HOLA sollte auf jeden Fall wieder an einer SimEP teilnehmen", sagt Florian Sohns (17), "weil man dann besser versteht, wie politische Beschlüsse entstehen und warum sie meisten Kompromisse sind." (pm/jk) +++