Innovationen effektiv nutzen
9. Fuldaer Marketingtag im Zeichen der Künstlichen Intelligenz
Fotos: Felix Weigl
06.11.2026 / PETERSBERG -
Seit 2017 findet der Fuldaer Marketingtag statt und hat sich als Treffpunkt für diejenigen etabliert, die sich für Kommunikation und Marketing interessieren. In diesem Jahr geht das Event in die 9. Ausgabe und griff mit dem Titel "Mehr KI. Mehr Mensch. Wie beide gemeinsam Marketing besser machen". Organisiert wird die Veranstaltung vom "Marketing Netzwerk Fulda".
Tino Mickstein, Vorstandsvorsitzender des Marketingnetzwerks, betonte zu Beginn, dass das Motto kein Widerspruch sei. Je mehr Arbeit KI abnehme, umso mehr müsse man sein eigenes Denken stärken und sich selbst sowie die eigenen Ideen weiterentwickeln. Die Rolle des Menschen sei weiterhin wichtig - man hätte zwar ChatGPT bitten können, neue Marketingstrategien oder Kampagnen auszuarbeiten, aber dadurch würde etwas fehlen. "Auf diesem Weg würden wir uns nicht treffen, gemeinsam Kaffee trinken und miteinander sprechen. Ich sehe hier 140 Menschen in einem Raum - das sieht grandios aus", so Mickstein.
Keynotes, Vorträge und Breakout-Sessions
Nicht nur klassische Vorträge ermöglichen neue Perspektiven - die sogenannten Breakout-Sessions sorgen dafür, die Themen anschaulicher, spannender und vor allem aber auch durch den interaktiven Charakter greifbar zu machen. Verschiedene, sympathische Referenten behandeln dementsprechend alles Mögliche rund um die Themen "KI, Kreativität und Effizienz". Mit dabei war unter anderem Gedächtnisweltmeister und Neurowissenschaftler Dr. Boris Konrad mit dem Thema "KI - bleiben wir kreativer als Roboter?" und dem Appell, weiterhin sein Gehirn zu nutzen. Filmemacher Florian Arndt von "Sons of Motion" stellte 15 verschiedene KIs vor, die die Marketingwelt revolutionieren könnten. Im Anschluss an die beiden Referenten gab der Marketingtag die Möglichkeit, Fragen der Zuschauer auf der Bühne zu beantworten, die zuvor mithilfe eines QR-Codes im Programmheft gesammelt wurden.Weniger Angst vor KI - mehr Austausch
Die Themen und Möglichkeiten greifbar zu machen, sind also enorm vielfältig und genau hierfür braucht es auch nach Ansicht von Tino Mickstein einen regen Austausch und die Möglichkeit zu netzwerken. "Wir wollen weniger Angst vor KI machen und helfen, sie einzuordnen. Wir wollen die Möglichkeit geben, sich mit Kollegen aus der Region auszutauschen, und auch Impulse bringen, wie man KI auch als Assistent nutzen kann", so Mickstein. Indem man gemeinsam über KI spricht, möchte man gemeinsam dafür sorgen, gemeinsam besser zu werden und die Marketingwelt "besser" zu machen.Dass sich die Marketing- und Technikwelt aber stetig verändert, ist klar - "Nächstes Jahr wissen wir mehr", versicherte Mickstein abschließend. (Philipp Gerhard) +++