Regierung in Bayern
Keine Anzeichen für Fremdverschulden bei Aiwangers Tod
Foto: Fabian Sommer/dpa
05.11.2026 / BERLIN -
Der bayerische Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger ist nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion ohne Fremdverschulden gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Berlin nach der bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchung des Leichnams mit, die nach Angaben eines Sprechers am Vormittag erfolgte.
Im Rahmen des eingeleiteten Todesermittlungsverfahrens stehen noch weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen an, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte.
Der 55 Jahre alte bayerische Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler war am Mittwoch leblos in einem Hotel in Berlin-Mitte gefunden worden, nachdem er tagsüber wegen gesundheitlicher Probleme nicht bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler eine Rede halten konnte.
Die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin ermittelt wegen der Bedeutung des Falls – und um ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen.
Wer Aiwanger fand, ist derzeit nicht öffentlich bekannt. Der Wirtschaftsminister des Freistaats war in Berlin unter anderem von Beamten des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) begleitet worden, wie ein LKA-Sprecher am Morgen in München mitteilte. Zur Auffindesituation Aiwangers konnte der Sprecher allerdings nichts sagen.
Der 55-Jährige war nach der Absage seines Termins später nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich am frühen Abend leblos in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße entdeckt worden.
"Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden", hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin am Abend gesagt.
Trauer über Parteigrenzen hinweg
Der Niederbayer lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen und hatte zwei Kinder. Der plötzliche Tod des streitbaren Politikers löste über alle Parteigrenzen und über den Freistaat hinaus Bestürzung und Fassungslosigkeit aus. (dpa) +++