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Zwei Betriebe betroffen

IG Metall: Gewerkschaft startet Warnstreiks in Fulda

Auch bei der KGM Fulda gab es einen Warnstreik
Fotos: Felix Weigl

05.11.2026 / FULDA - Seit Mitte Oktober laufen Verhandlungen über die Flächentarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie mit 3,8 Millionen Beschäftigten. Da die Verhandlungen laut IG Metall bisher ergebnislos zu Ende gingen, kam es nun unter anderem in Fuda zu Warnstreiks bei zwei Betrieben.


"Zwar haben die Arbeitgeberverbände ein Angebot vorgelegt. Allerdings ist das für unsere Seite so nicht verhandlungsfähig", beschreibt Matthias Ebenau, Geschäftsführer der IG Metall Hanau-Fulda, die bisherigen Verhandlungen. So soll es für 2027 eine erfolgsabhängige Einmalzahlung geben und Mitte 2028 eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent.

"Bei allem Verständnis für die angespannte Situation einiger Unternehmen - die Beschäftigten haben die Krise nicht verursacht und dürfen sie nicht in Form massiver Reallohnverluste ausbaden", so Ebenau weiter. Am Donnerstag kam es in Fulda zu ersten Warnstreiks. Los ging es bei der KGM Kugelfabrik in der Johannisstraße, kurz danach bei Wagner Fahrzeugteile in der Frankfurter Straße.

Auf Augenhöhe um 5 Prozent

Die Sprecher der IG Metall, darunter Kevin Eckert als Vertreter, betonen, die Gespräche mit den Arbeitgebern liefen immer auf Augenhöhe ab. "Wir versuchen immer, Kompromisse zu erbringen, am Ende ist aber klar, dass wir das Bestmögliche für die Kolleginnen und Kollegen rausholen möchten", sagt er auf dem Gelände der KGM Kugelfabrik.

Bei Wagner Fahrzeugteile wurde ebenfalls gestreikt, die Frankfurter Straße stadtauswärts war während der Kundgebung einseitig gesperrt. Ralf Götz von der IG Metall Frankfurt sagte OSTHESSEN|NEWS: "Wir sind heute hier vor Ort, um die Kollegen beim Arbeitskampf zu unterstützen. Unsere Tarifbewegung 2026 steht unter dem Motto 'Weil du zählst'. Wir fordern 5 Prozent mehr Entgelt."

Diese Erhöhung sei mit Augenmaß gewählt worden, auch in der schwierigen wirtschaftlichen Lage. "Die Lage ist allerdings nicht so schlecht, wie sie oft dargestellt wird", so Götz weiter. "In der Vergangenheit haben die Gewinne durchaus gesprudelt".

Sollte bis Anfang nächster Woche kein besseres Angebot seitens der Arbeitgeber nachgereicht werden, soll es 24-Stunden-Warnstreiks geben. Diese seien geplant und würden am 23. November stattfinden. (fw) +++

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