Mobil bei Freude und Katastrophe
Die Tempor Expo begeistert Fachleute: Vom Eventzelt bis zur fliegenden Lampe
Fotos: Martin Engel
06.11.2026 / FULDA -
Unter "Tempor Expo" werden sich viele Menschen vermutlich nur wenig vorstellen. Und doch haben die meisten von uns die mobile Infrastruktur schon oft und meist gerne genutzt. Etwa bei Festen, Konzerten, beim Hessentag oder Ausstellungen. Doch neben den freudigen Veranstaltungen werden Zelte, Container, mobile Schlafplätze im Katastrophenschutz immer häufiger gebraucht.
"Die Aussteller sind zufrieden. Sie haben sehr gute Geschäfte angebahnt und auch Geschäfte abgeschlossen, sehr gute Kontakte geknüpft und was hier wirklich unglaublich funktioniert, ist das Thema B2B", sagt Messechef Manfred Hommel nach Gesprächen mit den Ausstellern. Rund 107 Unternehmen aus neun Ländern nutzten die Chance, auf der Tempor Expo auszustellen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr bedeutet dies eine Steigerung um 18 Prozent.
Das Spektrum reichte von Zelten, Hallen, Überdachungen, Fußboden- und Heizsystemen über mobile Energie- und Sanitärlösungen, Möbel, Bühnenbau, Logistik, Planen-Konfektion und -Waschanlagen bis hin zu digitalen Anwendungen und zahlreichen weiteren Lösungen.
"Uns hat von Anfang an das Konzept überzeugt"
Über die Tempor Expo sagt er: "Uns hat von Anfang an das Konzept überzeugt. Ein Bild sagt nicht immer alles aus. Man muss das auch mal live erleben, mal drunterlaufen, mal reinschauen. Das ist dann einfach noch mal was anderes", sagt der Geschäftsführer zu den Vorzügen des Fuldaer Messeareals mit dem riesigen Außengelände. Zagler blickt positiv in die Zukunft. Reine Online-Formate ersetzen Präsenzveranstaltungen nicht: Trotz digitaler Hilfsmittel und KI bleiben der persönliche, zwischenmenschliche Kontakt und das haptische Erleben das Rückgrat der Branche und der Industrie.Einsatzlagen von oben ausleuchten
Dirk Schmitz bietet mit seinem Unternehmen Lumos Drohnen aus Kleinmachnow bei Berlin fliegende Beleuchtungseinheiten. Diese summen wir Drohnen, doch genauer betrachtet, sind es keine klassischen Flugobjekte. "Es sind fliegende Lampen", sagt Schmitz. Bis zu einer Höhe von 50 Metern können sie aufsteigen, sind mit einem Kabel mit dem Stromerzeuger verbunden. Sie werden bereits etwa von Feuerwehren, Polizei oder Bauunternehmen eingesetzt. Die Vorteile sind laut Schmitz beispielsweise die flexible Handhabung mit deutlich weniger Personal. Zudem leuchten die fliegenden Lampen die Einsatzstellen von oben und nicht wie oftmals von der Seite mit entsprechender Schattenbildung aus.Die Muschelzelte und die fliegenden Lampen sind lediglich zwei Beispiele der Tempor Expo. Nach der erfolgreichen zweiten Auflage plant Fuldas Messechef Manfred Hommel bereits die dritte Fachmesse im kommenden Jahr am dritten und vierten November auf dem Messegelände Galerie in Fulda. (hhb) +++