✕

Die gute Nachricht der Woche (22)

Medizinischer Fortschritt: Weniger Todesfälle durch Herzinfarkt und Schlaganfall

Wenn Sie das nächste Mal im Wartezimmer sitzen, denken Sie daran: In Deutschland sterben heute deutlich weniger Menschen an Herzinfarkt und Schlaganfall.
Symbolfotos: pixabay

08.11.2026 / REGION - Beim Arztbesuch fällt oft zuerst das Negative auf – etwa lange Wartezeiten. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, wie erfolgreich die moderne Medizin inzwischen ist. Mit richtiger Vorsorge und Pflege können Leben gerettet werden. Und da sollte die Zeit im Wartezimmer die bisherigen Erfolge nicht überschatten. Im Gegenteil: Wenn Sie das nächste Mal im Wartezimmer sitzen, denken Sie daran: In Deutschland sterben heute deutlich weniger Menschen an Herzinfarkt und Schlaganfall. Das ist eine gute Nachricht, die einem das Warten doch etwas angenehmer gestaltet.



Aus diesem Grund haben wir diese Serie ins Leben gerufen: die gute Nachricht der Woche. Damit möchten wir die traurigen und schlechten Nachrichten keinesfalls herunterspielen, aber vielleicht ist es doch hilfreich, am Ende der Woche wenigstens eine positive Mitteilung zu lesen. Egal, ob diese Nachricht bei Ihnen Luftsprünge auslöst oder Ihnen nur ein Lächeln ins Gesicht zaubert, vielleicht hilft es ja, auch das Gute in der Welt nicht zu vergessen - und nicht alles als selbstverständlich anzusehen.

In Deutschland sterben weniger Menschen an Herzinfarkt und Schlaganfall

2025 sind die Todeszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gesunken, im Vergleich zu 2022 sogar um 6,3 Prozent. Besonders deutlich ist der Rückgang bei Herzinfarkten, etwa 15,2 Prozent, und Schlaganfällen. Das zeigt deutlich, dass in Deutschland deutlich weniger Menschen an Herzinfarkt und Schlaganfall sterben als noch vor einigen Jahren.

Der Rückgang liegt an besserer Vorsorge, früheren Diagnosen, einheitlichen Behandlungen und verbesserter Nachsorge. Trotzdem gibt es Probleme: Frauen werden oft schlechter behandelt, weil viele Medikamente und Studien sich hauptsächlich an Männern orientieren. Ihre Symptome unterscheiden sich, und manche Grenzwerte müssten eigentlich anders festgelegt werden. Deshalb sterben Frauen nach einem Herzinfarkt häufiger im Krankenhaus. Außerdem zeigt sich ein sozialer Unterschied: In ärmeren Regionen treten Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen deutlich häufiger auf als in wohlhabenderen.

Herzinfarkt‑ und Schlaganfall‑Todesfälle gehen also zurück, dank besserer Medizin und Vorsorge. Doch trotz dieser positiven Entwicklung haben Frauen und Menschen in sozial benachteiligten Regionen weiterhin schlechtere Chancen auf eine gute Behandlung. Der Fortschritt macht Mut, zeigt aber auch, wo die Medizin noch nachbessern muss. (mis) +++

2025 sind die Todeszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gesunken.

Herzinfarkt‑ und Schlaganfall‑Todesfälle gehen also zurück, dank besserer Medizin und Vorsorge.

X