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Format "Hattenbacher Dreieck"

Gemeinsam für den Ernstfall: Osthessische Leitstellen stärken Zusammenarbeit

Unter dem Format "Hattenbacher Dreieck" kommen die vier osthessischen Leitstellen bereits zum zweiten Mal zusammen.
Fotos: Mathias Schmidt

03.11.2026 / FULDA - Wenn Menschen in einer Notlage zum Telefon greifen, muss jeder Handgriff sitzen und die Kommunikation klar sein. Damit die Zusammenarbeit auch über Landkreisgrenzen hinweg reibungslos funktioniert, setzen die vier osthessischen Leitstellen auf gemeinsame Fortbildungen und einen regelmäßigen Austausch. Unter dem Format "Hattenbacher Dreieck" kommen ihre Mitarbeiter bereits zum zweiten Mal zusammen. Die Fortbildung findet am 3. und 4. sowie am 10. und 11. November in der Hauptfeuerwache Fulda statt.



Beteiligt sind die Leitstellen aus Fulda, dem Vogelsbergkreis und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie die Leitstelle des Polizeipräsidiums Osthessen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu verbessern, Erfahrungen auszutauschen und sich gemeinsam auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.

"Wir haben letztes Jahr begonnen, einen gemeinsamen Austausch und eine Fortbildung aller vier osthessischen Leitstellen ins Leben zu rufen", erklärt Oliver Schmidt, Hauptbrandmeister und zuständig für die Aus- und Fortbildung in der Leitstelle Fulda, gegenüber OSTHESSEN|NEWS (wir berichteten damals). Nachdem die erste Veranstaltung auf große Zustimmung gestoßen sei, habe man sich entschieden, das Format fortzuführen.

Von Notrufkommunikation bis zur Vermisstensuche

Auf dem Programm stehen verschiedene Themen, die für die tägliche Arbeit in den Leitstellen von Bedeutung sind. Ein Schwerpunkt liegt auf rechtlichen Fragen. Dabei geht es unter anderem darum, welche Informationen Disponenten weitergeben dürfen und welche rechtlichen Vorgaben beispielsweise im Umgang mit der Presse gelten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Kommunikation mit Menschen in Ausnahmesituationen: Wie werden Notrufgespräche geführt? Wie kann man schwierige Situationen möglichst positiv gestalten?

Darüber hinaus stehen die Luftrettung mit einem Vertreter des Rettungshubschraubers Christoph 28 sowie die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Landkreis Fulda auf dem Programm. Die Polizei beteiligt sich mit einem Themenblock zur Vermisstensuche, bei dem unter anderem Zuständigkeiten und Abläufe besprochen werden.

Kürzere Wege und eine gemeinsame Sprache

Neben den fachlichen Inhalten steht vor allem die persönliche Vernetzung im Mittelpunkt. Denn gerade bei Einsätzen, die mehrere Zuständigkeitsbereiche betreffen, ist eine funktionierende Kommunikation zwischen den Leitstellen entscheidend. "Was wir machen wollen und machen können, ist, dass die Wege kürzer werden. Dass wir die gleiche Sprache sprechen und dass wir Einsätze auch gegenseitig einfach teilen oder übergeben können", erläutert Schmidt weiter im Gespräch mit O|N. Dabei gehe es auch darum, die Kollegen der anderen Leitstellen besser kennenzulernen. Schließlich stehe man im Arbeitsalltag regelmäßig miteinander in telefonischem Kontakt. "Ein besseres gegenseitiges Verständnis kann dabei helfen, Abläufe zu vereinfachen und die Zusammenarbeit langfristig zu stärken."

Auch mögliche politische Überlegungen zu einer Zusammenlegung von Leitstellen seien in der Vergangenheit immer wieder aufgekommen. Auf solche Entscheidungen hätten die Mitarbeiter selbst allerdings keinen Einfluss, betont Schmidt. Umso wichtiger sei es, die bestehenden Strukturen durch eine enge Zusammenarbeit bestmöglich aufzustellen und für die Zukunft gerüstet zu sein.

Als Vorbild diente eine vergleichbare Fortbildungsreihe im südhessischen Raum. Dort habe man sich entsprechendes Wissen und Erfahrungen für die eigene Veranstaltung geholt. An den insgesamt vier Fortbildungstagen nehmen jeweils rund 20 Mitarbeiter teil. Die Inhalte bleiben an allen Tagen gleich, während die Teilnehmer wechseln. (ms) +++

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