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Einweihung der Fahrzeughalle

Optimierung der Notfall-Versorgung - Gemeinde hat eine neue Rettungswache

(von rechts) Hosenfelds Bürgermeister Frederik Hohnstein. Markus Wiesler, Leiter der Wachen Hosenfeld und Großenlüder, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Dirk Rasch, MHD-Bereichsleiter, und Großenlüders Bürgermeister Florian Fritzsch.
Foto: Sebastian Mannert

02.11.2026 / HOSENFELD - Offizielle Einweihung der Rettungswache Hosenfeld: Gastgeber und Gäste freuten sich über die Optimierung der Notfallversorgung im Westteil des Landkreises Fulda. Die Wache war durch den Malteser Hilfsdienst (MHD) bereits im Januar in Betrieb genommen worden, allerdings war damals die Fahrzeughalle noch im Bau. Nun ist alles fertig.


"Die Verbesserung der Versorgung ist bereits zu erkennen", sagte Markus Wiesler, Leiter der Wachen in Hosenfeld und Großenlüder, und ergänzte: "In den ersten knapp zehn Monaten wurden 240 hilfsfristrelevante Einsätze gefahren." Hintergrund der Neuordnung ist die Verlagerung des bisherigen Rettungswachenstandortes Kleinlüder nach Großenlüder und Hosenfeld. "Mit der Wache Hosenfeld decken wir die Gemeinde Hosenfeld, Kleinlüder und die Neuhofer Ortsteile Giesel, Hauswurz und Kauppen ab", erläuterte Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU). Ein Rettungsfahrzeug, das ebenfalls neu angeschafft wurde, ist den gesamten Tag im Einsatz.

Die Wache Großenlüder versorgt die Gemeinde Großenlüder (außer Kleinlüder), Bad Salzschlirf, Lüdermünd und Malkes. Zur Verfügung stehen dort ein Rettungsfahrzeug 24/7 und ein Tagdienst-Fahrzeug zwischen 8 und 20 Uhr. Schmitt dankte den Maltesern, die "für uns solide und gute Partner sind" und verwies dabei auch auf das Glück, dass im Landkreis Fulda ein großes Potenzial hervorragender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorhanden ist. "Sie erhalten sicher oft positive Rückmeldungen, aber wir wissen, dass Rettungskräfte leider immer wieder auch angegangen werden. Umso mehr wollen wir uns heute bei Ihnen allen herzlich bedanken", sagte er.

Dank und Glückwünsche gab es auch von Elmar Weinbörner, Gemeindebrandinspektor von Hosenfeld: "Kommt immer gesund von euren Einsätzen zurück." Andreas Honikel, Ortsbeauftragter der MHD-Gliederung Blankenau/Hainzell, bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit und hatte als Geschenk ein Kreuz mitgebracht, das er als Schlosser selbst gefertigt hat. Dirk Rasch, MHD-Bereichsleiter Rettungsdienst Hessen-Ost, ging in seinem Grußwort darauf ein, wie viel Gutes man leisten kann, wenn man sich gemeinsam dazu aufmacht. Bis zum frühen Abend war die Rettungswache für Interessierte geöffnet.

Hintergrund

Der Landkreis Fulda ist Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes und übernimmt die Aufgabenbereiche Notfallrettung und Krankentransport. Zur Sicherstellung der Qualität gibt das Hessische Rettungsdienstgesetz (HRDG) unter anderem vor, dass im medizinischen Notfall regelhaft jeder an einer Straße gelegene Ort innerhalb von zehn Minuten durch ein geeignetes Rettungsmittel erreicht werden soll.

Regelmäßig erfolgt dazu eine Auswertung der Einsätze, derzeit etwa 38.000 im Jahr – mit steigender Tendenz, und eine Revision der Standorte und eingesetzten Rettungsmittel. Betrachtet werden dabei zum Beispiel geografische Aspekte, Straßenverhältnisse im Winter und die Erfahrungen durch reale Befahrungen der Strecken.

Die zuletzt größte Ausweitung des Rettungsdienstes im Landkreis Fulda erfolgte im Jahr 2018. Damals wurde die Kapazität um 38.000 sogenannte Vorhaltungsstunden, das sind Stunden, in denen Rettungskräfte und -mittel einsatzbereit sind, aufgestockt. Durch die Optimierung im Jahr 2026 kamen weitere 22.000 Vorhaltestunden hinzu. (pm/jk) +++

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