"Es geht um ihre Zukunft"
Wieso Life4Pets die vielen Hunde abgeben muss: Vorsitzende im O|N-Interview
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01.11.2026 / NIEDERAULA -
Der Verein Life4Pets muss innerhalb kurzer Zeit seine Hunde abgeben. Die Mitglieder suchen nun händeringend Menschen, die die Hunde aus Rumänien aufnehmen können. Die Gründe sind vielschichtig. Kosten und der personelle Aufwand wurden genannt. Zudem müssen die Tierschützer ihre Hundestation im Gewerbegebiet in Niederaula aufgeben.
Life4Pets hatte zunächst auf Facebook und Instagram auf die schwierige Situation hingewiesen. Die zuständigen Behörden wurden eingeschaltet. Unter anderem das Veterinäramt und die Taskforce Tierschutz in Hessen sind involviert.
Im Interview mit OSTHESSEN|NEWS-Chefreporter Hans-Hubertus Braune schildert die Vorsitzende des Vereins, Stephanie Ludwig-Weidemann, die Hintergründe und hat eine gute Nachricht: Der Verein darf zumindest noch einen Monat länger das Areal in Niederaula nutzen.
O|N: Wie ist Ihr Verein aufgebaut und wie arbeiten Sie?
O|N: Wie kam es zu der Notlage, dass plötzlich so viele Hunde ein Zuhause benötigen?
O|N: Was sind das für Hunde? Woher kommen sie und wie sind ihre Charaktere?
Stephanie Ludwig-Weidemann: Die meisten unserer Hunde stammen ursprünglich aus Rumänien und kamen bereits als junge Hunde im Alter von etwa vier Monaten zu uns nach Deutschland. Einige wurden auch hier geboren. Es sind ganz unterschiedliche Charaktere dabei: fröhliche, aufgeschlossene und verschmuste Hunde, aber auch ruhigere und zurückhaltende Tiere, die etwas mehr Zeit brauchen, um Vertrauen zu fassen. Viele leben seit Jahren in festen Hundegruppen und sind den Umgang mit Artgenossen gewohnt. Die Hunde sind gechipt und grundimmunisiert und werden bei der Abgabe frisch geimpft und entwurmt. Die meisten kennen bisher hauptsächlich das Leben auf unserem Gelände. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich nicht an ein Leben im Haus gewöhnen können. Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Hunde das erstaunlich schnell lernen.
O|N: Wie funktioniert die Vermittlung?
O|N: Wie geht es mit dem Verein weiter und wie kann man helfen?
Stephanie Ludwig-Weidemann: Nach der Vermittlung beziehungsweise gesicherten Unterbringung unserer Hunde ist die Auflösung des Vereins vorgesehen. Im Moment zählt für uns aber vor allem eines: Jeder einzelne Hund soll eine sichere Zukunft bekommen. Wir suchen Menschen, die einem Hund dauerhaft ein Zuhause geben möchten, und geeignete Tierschutzorganisationen, die uns bei der Übernahme von Hunden unterstützen können. Auch das Teilen unserer Vermittlungsaufrufe hilft uns sehr. Vielleicht hört jemand diesen Beitrag, der genau einem unserer Hunde ein Zuhause schenken kann.
O|N: Gibt es weitere Standorte?
Zum Abschluss möchte ich noch etwas Persönliches sagen: Viele unserer Hunde begleiten uns schon seit Jahren. Wir haben sie aufgewachsen sehen, kennen ihre Eigenheiten und haben eine enge Bindung zu ihnen aufgebaut. Es fällt uns unglaublich schwer, sie abzugeben. Aber es geht jetzt nicht darum, wie schwer uns der Abschied fällt. Es geht darum, dass diese Hunde eine Zukunft haben. Ich wünsche mir von Herzen, dass möglichst viele von ihnen endlich das eigene Zuhause finden, auf das sie teilweise schon so lange warten. Vielen Dank, dass Sie uns dabei helfen, auf ihre Situation aufmerksam zu machen. (Hans-Hubertus Braune) +++