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Medizinische Versorgung in Gefahr?

Nach Gerüchten um Hausarzt-Standort: Jetzt spricht Dr. Dörthe Hölper

Die ärztliche Versorgung wird in Dipperz heiß diskutiert
Archivfoto: O|N/Moritz Pappert

31.10.2026 / DIPPERZ - Es wird derzeit heiß diskutiert in Dipperz (Kreis Fulda): Die Gerüchte um den Fortbestand der Hausarztpraxis Dr. Hölper und Dr. Medebach reißen nicht ab. Sogar von einer Schließung der Praxis war die Rede. Jetzt spricht die Ärztin Dr. Dörthe Hölper gegenüber OSTHESSEN|NEWS Klartext.



Hintergrund: Dr. Thomas Medebach (Facharzt für Innere Medizin) hat gekündigt. Das bestätigen sowohl Medebach als auch Dr. Hölper gegenüber O|N. Die Kündigung machte nun in Dipperz die Runde. Zusammen mit weiteren Partnern eröffnete Hölper, die auch eine Praxis in Fulda betreibt, das "Livity" - ein Longevity- und Performance-Zentrum. Viele Einwohner sind besorgt: Was passiert mit der Praxis in Dipperz?

Dr. Thomas Medebach praktiziert seit zehn Jahren am Standort Dipperz. Im O|N-Gespräch sagt er: "Ich plane nun eine Selbstständigkeit und werde dieses Angestelltenverhältnis voraussichtlich verlassen. Das ist allerdings noch nicht alles spruchreif: Ich habe mein Vorhaben bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragt, das muss erstmal durch den Zulassungsausschuss laufen." In ein paar Wochen wisse er dazu mehr.

Dr. Dörthe Hölper macht im Gespräch mit O|N klar: "Seit 2005 versorge ich mit meinem Team die Menschen in und um Dipperz medizinisch. Ich bin natürlich an der hausärztlichen Grundversorgung über den Jahreswechsel interessiert: Die Praxisräume werden in nächster Zeit bestehen bleiben."

"Es bleibt spannend. Schauen wir mal"

Zwar will sie ihren Fokus auf das "Livity" in Fulda legen, für Dipperz sei sie aber auf der Suche nach einer tragfähigen Lösung. Deshalb sei sie bereits mit Ärzten für den Standort Dipperz in Gesprächen. Hölper sagt auch: "Wie sich die genaue Entwicklung abzeichnet, hängt von der aktuellen Gesundheitspolitik ab. Ich arbeite gerade an langfristigen praktikablen Lösungen. Es bleibt spannend. Schauen wir mal"

Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler (parteilos) ist über die aktuellen Entwicklungen bereits in Kenntnis gesetzt worden. "Wir wissen natürlich Bescheid. Seit einigen Tagen führen wir intensive Gespräche mit allen Beteiligten und haben die Situation gemeinsam evaluiert. Wir hoffen auf eine Lösung, ansonsten sehe ich diesen Arztsitz hier als gefährdet." (Moritz Pappert/mkr) +++

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