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Ebenso im Kreis HEF-ROF und im MKK

87 Beschuldigte in Hessen: Razzien gegen Kindesmissbrauch auch in Fulda!

Bei einer Schwerpunktmaßnahme wurden hessenweit 84 Wohnungen und Häuser durchsucht und 475 Datenträger sichergestellt - darunter auch in Fulda sowie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und dem Main-Kinzig-Kreis.
Symbolfotos: O|N/ Henrik Schmitt

28.10.2026 / REGION - Kinder zählen zu den verletzlichsten Mitgliedern unserer Gesellschaft und bedürfen besonderen Schutzes. Ermittler der hessischen Polizei waren daher vergangene Woche einmal mehr im Einsatz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt an Minderjährigen. Bei einer Schwerpunktmaßnahme wurden hessenweit 84 Wohnungen und Häuser durchsucht und 475 Datenträger sichergestellt - darunter auch in Fulda sowie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und dem Main-Kinzig-Kreis. Der Einsatz richtete sich gegen 87 Beschuldigte.



Wie das Hessische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Mittwochmorgen erklären, fanden die Maßnahmen zwischen Montag und Freitag, 19. bis 23. Oktober, im Auftrag der hessischen Staatsanwaltschaften statt. Das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) koordinierte den Einsatz.

Die Beschuldigten, 83 Männer und vier Frauen, sind zwischen 15 und 81 Jahre alt. Ihnen wird überwiegend Herstellung, Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie zur Last gelegt. In zehn Fällen steht der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Raum. Elf Beschuldigte mussten die Ermittlerinnen und Ermittler im Anschluss an die Wohnungsdurchsuchung zwecks Vernehmung auf die nächstgelegene Dienststelle begleiten. Bei einer Person wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Nach jetzigem Ermittlungsstand stehen die Beschuldigten untereinander nicht im Austausch.

Die Durchsuchungen fanden in den Städten Frankfurt am Main, Fulda, Gießen, Hanau, Kassel, Offenbach am Main und Wiesbaden statt, außerdem in den Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Gießen, Groß-Gerau, Hersfeld-Rotenburg, Hochtaunus, Kassel, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig, Main-Taunus, Marburg-Biedenkopf, Odenwald, Offenbach, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner und Wetterau. Bei den Beschuldigten wurden insgesamt 476 deliktsspezifische Gegenstände, darunter sind unter anderem Speichermedien aller Art, zu verstehen, sichergestellt. Diese werden im nächsten Schritt ausgewertet.

Hintergrund FOKUS

Die Einheit "FOKUS", die im Oktober 2020 unter anderem aufgrund stetig steigender Fallzahlen zunächst als Besondere Aufbauorganisation (BAO) ihre Arbeit aufgenommen hat, ist bereits seit Februar 2024 fester Bestandteil der Regelorganisation der sieben hessischen Polizeipräsidien und des Hessischen Landeskriminalamts. Mit dem Ziel, polizeiliche Maßnahmen gegen Missbrauch von Minderjährigen sowie gegen Kinder- und Jugendpornografie in Hessen zu bündeln und zu intensivieren, verfolgt die hessische Polizei mit mehr als 300 Mitarbeitern gezielt Sexualstraftaten an Kindern und Jugendlichen. Bei allen hessischen Staatsanwaltschaften sind Sonderdezernate für die Verfolgung von Kinderpornografie und Kindesmissbrauch eingerichtet. (ms/pm) +++

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