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Kein Standort für hochradioaktive Abfälle

Landkreis Hersfeld-Rotenburg fällt aus Endlagersuche heraus!

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird keine weitere Rolle in der Suche nach einem Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle spielen.
Archivfotos: O|N/Gerhard Manns

27.10.2026 / KREIS HEF-ROF - Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird keine weitere Rolle in der Suche nach einem Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle spielen. Wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in der aktuellen Phase des Auswahlprozesses bekannt gegeben hat, gehören die zuvor identifizierten Teilgebiete im Landkreis nicht zu den sogenannten Standortregionen, die für die nächste Stufe der Untersuchungen vorgesehen sind. Damit wird der Landkreis im weiteren Verfahren nicht mehr berücksichtigt.


Gebiete im Landkreis haben geringe bis keine Eignung

In der ersten Phase der Endlagersuche wurden deutschlandweit Areale in sogenannten Teilgebieten ausgewiesen, die auf wissenschaftlicher Basis im Hinblick auf die Geologie im Untergrund als potenziell geeignete Standorte für die sichere Lagerung hochradioaktiver Abfälle galten. Diese Teilgebiete wurden in einem Zwischenbericht der BGE 2020 veröffentlicht. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurden Bereiche als Teilgebiete identifiziert, die aufgrund des vorkommenden Steinsalzes als möglich erachtet wurden. Bei den weiteren Untersuchungen wurde jedoch klar, dass diese Gebiete keine ausreichende Eignung aufweisen.

Die Bewertung der geologischen Voraussetzungen ergab, dass die Teilgebiete im Landkreis mit den Kategorien C (geringe Eignung bis ungeeignet) und D (ungeeignet) bewertet wurden. Diese Einstufung bedeutet, dass der Untergrund und die geologischen Gegebenheiten hier nicht die notwendigen langfristigen Sicherheitsanforderungen erfüllen, die für ein Endlager erforderlich sind.

"Wir sehen uns bestätigt, dass unser Landkreis in der Endlagersuche endlich nicht weiter berücksichtigt wird," betont Landrat Torsten Warnecke: "Sogenanntes verritztes Gebirge war eigentlich ein Ausschlusskriterium. Deshalb hatten wir uns über die Aufnahme Hersfeld-Rotenburgs gewundert. Haben wir doch nicht allein den Abbau von Kali und Salz, sondern auch beispielsweise von Kupfer und Eisen vorzuweisen. Die wissenschaftliche Untersuchung hat gezeigt, dass unsere Region für ein Endlager nicht geeignet ist. Es ist für uns eine Erleichterung, dass wir nun Klarheit haben und aus dem Prozess ausscheiden. Gut, dass Bayern auf der Untersuchungsliste verbleibt."

Der Prozess der Endlagersuche

Die Endlagersuche in Deutschland wird von der Bundesgesellschaft für Endlagerung durchgeführt und ist durch das Standortauswahlgesetz von 2017 geregelt. Ziel ist es, einen Standort zu finden, der hochradioaktive Abfälle für einen Zeitraum von bis zu einer Million Jahren sicher in tiefen geologischen Formationen lagern kann.

Der Prozess verläuft in mehreren Schritten. In der ersten Phase wurden 90 Teilgebiete in ganz Deutschland identifiziert, darunter auch der Landkreis. Hauptkriterien waren unter anderem die geologische Stabilität und der Schutz vor Wassereinbrüchen. Die derzeitige Phase sieht eine Reduzierung der Teilgebiete auf Standortregionen vor. Diese Regionen werden nun genauer untersucht, um den sichersten Standort für das Endlager zu bestimmen.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde nicht in die nächste Phase einbezogen. Damit scheidet der Kreis endlich vollständig aus dem Endlagerprozess aus. (ms/pm) +++

Wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in der aktuellen Phase des Auswahlprozesses bekannt gegeben hat, gehören die zuvor identifizierten Teilgebiete im Landkreis nicht zu den sogenannten Standortregionen, die für die nächste Stufe der Untersuchungen vorgesehen sind

\"Wir sehen uns bestätigt, dass unser Landkreis in der Endlagersuche endlich nicht weiter berücksichtigt wird,\" betont Landrat Torsten Warnecke
Foto: Landkreis Hersfeld-Rotenburg/Verena Hahnelt

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