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7,3 Millionen Euro investiert

Gebäude 43 der Hochschule Fulda erstrahlt in neuem Glanz

Die Hochschule Fulda setzte mit der Sanierung des Gebäudes 43 einen Meilenstein in der Entwicklung des Campus.
Fotos: Justin Klenner

26.10.2026 / FULDA - Mit der Einweihung des sanierten Gebäudes 43 hat die Hochschule Fulda am Montag einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung ihres Campus gesetzt. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit steht das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1900 nun dem Fachbereich Angewandte Informatik zur Verfügung. Etwa 7,3 Millionen Euro investierte das Land Hessen in die energetische Sanierung, den barrierefreien Umbau und die Modernisierung des historischen Bauwerks.



Zur Eröffnung begrüßte die Hochschule zahlreiche Gäste, darunter auch Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels. Das Gebäude beherbergt künftig moderne Lehr- und Arbeitsräume für Studierende sowie das Dekanat und weitere Büroräume des Fachbereichs.

Herausforderungen eines Altbaus gemeistert

"Von der militärischen Nutzung hin zu einer Bildungseinrichtung – genau für diese Transformation steht auch dieses Gebäude", sagte Hochschulpräsident Dr. Karim Khakzar. Für ihn schließe sich mit dem Abschluss des Projekts ein persönlicher Kreis: Vor rund 30 Jahren begann er selbst im Fachbereich Angewandte Informatik an der Hochschule Fulda. "Mir geht das Herz auf, wenn ich dieses Gebäude sehe", betonte Khakzar.

Die Sanierungsarbeiten begannen 2023 und brachten nach Angaben der Verantwortlichen die typischen Herausforderungen eines historischen Gebäudes mit sich. Immer wieder seien bei den Arbeiten unerwartete Gegebenheiten sichtbar geworden. Dennoch sei es gelungen, die historische Architektur mit modernen Anforderungen zu verbinden. Das sanierte Gebäude sei eine "wunderbare Ergänzung des baulichen Bestands" und schaffe ein attraktives Umfeld für Studierende und Mitarbeitende, so Khakzar. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen auch bei weiteren Bauvorhaben genutzt werden. So laufen bereits Arbeiten am Gebäude 41.

Moderne Räume für ein Zukunftsfach

Minister Timon Gremmels hob in seinem Grußwort die gelungene Verbindung von Denkmalschutz, Klimaschutz und Zukunftsfähigkeit hervor. "Hier wird ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte sichtbar. Aus einer Kaserne ist eine Bildungsstätte geworden", sagte der Minister. Hochschulen seien Orte der Freiheit, des wissenschaftlichen Austauschs und der Innovation. Besonders wichtig sei dabei die energetische Sanierung bestehender Gebäude. Hochschulen hätten auch beim Klimaschutz eine gesellschaftliche Vorbildfunktion. Die Kosten von rund 7,3 Millionen Euro würden vollständig vom Land Hessen getragen. "Wir investieren hier sowohl in den Klimaschutz als auch in die Zukunft unserer Hochschulen", betonte Gremmels.

Mit Blick auf die künftige Nutzung des Gebäudes verwies der Minister auf die wachsende Bedeutung der Angewandten Informatik. Durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz würden digitale Kompetenzen zunehmend an Bedeutung gewinnen. "Die Zukunft der Informatik besteht nicht nur darin, Codes zu schreiben", sagte Gremmels. Gefragt seien vielmehr unterschiedliche Perspektiven und kreative Lösungsansätze. Dafür brauche es moderne Lern- und Arbeitsumgebungen. "Mit diesen Räumen schaffen wir die besten Voraussetzungen dafür."

Prägendes Gebäude für den Campus

Auch Dipl.-Ing. Stephan Storch vom Ingenieurbüro Reith Wehner Storch Architekten unterstrich die Bedeutung des Projekts. "Investitionen in Hochschulen sind immer Investitionen in Bildung und Zukunft", sagte er. Die Sanierung gehe deutlich über den Erhalt der historischen Bausubstanz hinaus. Das Gebäude sei ursprünglich nicht für eine offene und moderne Hochschulnutzung konzipiert worden. Durch die umfassende Umgestaltung sei nun ein Ort entstanden, der den heutigen Anforderungen von Studium, Lehre und Wissenschaft gerecht werde.

Zugleich verwies Storch auf die besondere städtebauliche Bedeutung von Gebäude 43. Aufgrund seiner markanten Lage nehme es eine wichtige Stellung auf dem Campus ein. Die Sanierung trägt dazu bei, den charakteristischen Eindruck des Gebäudes langfristig zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäß weiterzuentwickeln. (jk) +++

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