Hersfelds Handballer kämpfen 60 Minuten
"Waren spielerisch besser": TVH verliert nach Kampf beim neuen Tabellenführer
Archivfotos: Andre Söllner
25.10.2026 / GROß-UMSTADT -
50 Minuten waren gespielt, da brachte Fynn Reinhardt den Ball zum zwischenzeitlichen 26:25 für die eigene Mannschaft im Tor unter. Zu diesem Zeitpunkt ging Handball-Regionalligist TV Hersfeld zum insgesamt sechsten Mal in Führung und zeigte eine über 60 Minuten starke Leistung. Am Ende reichte es dennoch nicht zum Punktgewinn, Groß-Umstadt gewann mit 35:31 (14:14) und setzt sich damit an die Tabellenspitze.
TVH-Trainer Michael Stock war nach dem Schlusspfiff natürlich nicht zufrieden mit dem Endresultat, welches die vierte Niederlage seines Teams in Folge bedeutete. Doch für seine Mannschaft hatte er nur lobende Worte übrig.
TVH in Halbzeit eins bärenstark
Die Hersfelder waren von Anfang hellwach, führten sogar direkt und lieferten dem neuen Regionalliga-Spitzenreiter einen harten Kampf. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ging der TVH durch Felix Rehberg erneut in Führung, Groß-Umstadt glich in der 30. Minute noch aus. Doch zur Halbzeit war klar: Hersfelds Handballer sind voll da und mindestens auf Augenhöhe. Ein Trend, der sich auch in der zweiten Spielhälfte fortsetzen sollte.
Kein Team setzte sich in den finalen 30 Minuten wirklich ab, selbst von einem zwischenzeitlichen Rückstand von drei Toren ließen sich die Lullusstädter nicht unterkriegen. Ehe dann Fynn Reinhardt den Ball zum eingangs erwähnten 26:25 im gegnerischen Tor unterbrachte. Die erste Führung für den TVH im zweiten Durchgang bei noch zehn Minuten zu spielen. Spätestens jetzt wurde deutlich: der Aufsteiger hat sehr gute Chancen auf Punkte.
Doch fünf Minuten später lag der Gastgeber mit 30:26 in Front. In einer eng umkämpften Partie fehlte den Hersfeldern hier auch das nötige Quäntchen Glück mit den Schiedsrichtern. Stock: "In der Schlussphase gab es viele 50:50-Situationen, die für den Gegner entschieden wurden. Ehrlicherweise bin ich mit einigen dieser Pfiffe nicht zufrieden." Doch er fügte auch hinzu, dass es falsch wäre, den Grund für die Niederlage allein bei den Schiedsrichtern zu suchen.
Aufholjagd zum Schluss bleibt unbelohnt
Nach einer Auszeit von Stock kämpften sich die Hersfelder auf ein 29:31 drei Minuten vor Schluss ran und warf offensiv noch einmal alles in die Waagschale. Es sollte nicht reichen, nach einem Treffer der Gastgeber aufs leere Tor stand die 31:35-Niederlage fest. Stock: "Wir haben den Kopf nie hängenlassen und immer gut weitergespielt. Wir haben gezeigt, dass wir das Zeug dazu haben, mitzuhalten."
TV Groß-Umstadt: Acic (5), Braun (8), M. Müller, Ivankovic, Holschuh (1), Dries, Funck (3), Becejac, Schmitt (8), N. Müller (4), Iserinc (1), Schevardo (5/4), Keller, Braun
TV Hersfeld: Sauerbier (2), Rehberg (8), Bachus (2), Lüder (3), Ley (6), Voß, Kürten, Wiegel (3), Fynn Reinhardt (5), Lasse Reinhardt (2), Thole
Zeitstrafen: 8/8 Minuten (Kevin Hildebrand) +++